Team


Gründung:    01.09.2013
16 Rüden, 15 Fähen, davon 4 Welpen

Gesuche

Momentan sind 5 Charaktere ohne Spieler

Calrin (7 J) ♂, Yeirah (6 J) ♀, Sejuani (3 J) ♀, Telayne (3 J) ♀ und Aivi (2 J) ♀ suchen neue Besitzer. Solltet ihr Interesse daran haben, einen Charakter zu übernehmen, schaut hier vorbei.

25. April 800
lauer Tag . wenige Wolken . kein Wind . 11°C

Zwei Wochen sind seit Fenryns Unfall vergangen. So viele neue Informationen der Tag dem Rudel trotz des Unglücks auch brachte, die meisten Wölfe konnten in dieser Zeit nicht mehr tun, als über sie nachzudenken und sich weiter zu sorgen. Zu Taten war noch keiner bereit, oder hatte überhaupt Zeit dazu. Fenryn musste versorgt werden und dann wurde plötzlich auch Kelaya immer schwächer. Als sie nach ein paar Tagen schließlich nicht einmal mehr aufstehen konnte, wusste das Rudel, was es zu bedeuten hatte. Vor fünf Tagen ist Kelaya schließlich gestorben. Die Stimmung im Rudel ist gedrückt. Trauer gemischt mit Sorge und Angst um die Zukunft hängten über dem Rudel. Obwohl der Frühling normalerweise eine beutereiche Jahreszeit ist, scheinen die Wälder und Wiesen wie leergefegt. Es wird langsam offensichtlich, dass sich das Wild die unsichtbare „Wolfsschutzbarriere“ durch das Moor zu Nutze macht und den von Wölfen bewohnten Teil des Tals meidet.

Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.

Aeshatyr seit: 24 Tagen
Laren seit: 24 Tagen
Yhevorys seit: 24 Tagen    (abgemeldet)
Nhimri seit: 21 Tagen    (abgemeldet)
Calrin Ecál seit: 18 Tagen
Venari seit: 6 Tagen    (abgemeldet)

Echoes of Yesterdays » Zwischen den Plots » Nebenrollenspiele » Abgeschlossenes » Wenn in der Nacht das Echo leiser wird

Autor

Beitrag

CROSS MY HEART
Burn my lungs and curse my eyes
It's better to burn than to fade away it's better to leave than to be replaced i'm losing to you, baby, I'm no match----------
Bruder
Bruder
Schwester
Nichte
Neffe
Cousine

Weitere Charaktere

Rang

Fremde

Alter

3 Jahre

Geschlecht

Fähe

Größe

94 cm

Beiträge

25

Beitritt

31.03.2015
Die Stimmung hatte sich mitsamt der anbrechenden Nacht verfinstert. Während sie alle wussten, dass am nächsten Morgen die Sonne wieder aufging, würden sich hingegen die Augen Kelayas nicht mehr öffnen.
Es war erst nur eine Witterung gewesen, dann hatte sie die erstarrte Realität mit eigenen Augen gesehen. Doch während das Rudel um seinen Verlust trauerte, versuchte die junge Fähe das Positive in dem ewigen Schlaf der Alten zu sehen. Sie hatte Frieden gefunden, durfte ihre Familie wachsen sehen und hatte sich in ihren Träumen entschieden, dass es Zeit für sie war mit ihren Ahnen wieder auf die Jagd zu gehen.

Telayne hatte sich kurz von ihr verabschiedet. Doch war sie erst zu ihrem Körper gegangen, als sie schon kalt war und ihre letzte Wärme an ihre Hinterbliebenen abgegeben hatte.
Ihre Schnauze war nur kurz durch ihr Fell gewandert, während sich die Dunkle mit geschlossenen Augen bei ihr bedankt hatte, dass sie einer der Requisten war, die diesem Ort Leben geschenkt hatte. Leise hatte Telayne mit ihr gesprochen. Mit dem Glimmen einen Hoffnung, dass ihre Seele den Dunkelnebel noch hören konnte.

Für den Rest der Nacht hatte sie sich auf einen der Felsen niedergelassen, die verstreut auf der weiten Fläche des Rudels lagen. Von dort aus konnte sie die anderen Requisten sehen, wie sie die Nähe zu ihrer Familie suchten und gemeinsam das Geschehene verarbeiteten.
Telayne wollte ihn diesen Freiraum lassen. Es war ihre Aufgabe sich nicht in die Gefühle der anderen zu mischen und ihnen erst Beistand zu schenken, wenn sie jenen wirklich benötigten. Sie war noch eine Fremde, aber sie wollte dem Rudel verständigen, dass sie nun eine von ihnen war. Eine, die Respekt besaß.

Die Requistin legte den Kopf auf ihre Vorderpfoten, als sie im dunklen einen grauen Schatten wandern sah. Dass man sie mit ihrem Pelz schlecht in der Nacht erkennen konnte war ihr bewusst, weswegen sie den Kopf leicht hob und mit der Schnauze in Richtung des Rüdens deutete.

‚‚Inyen, bist du das?‘‘, lauschte sie ihr selbst, wie sie in die Nacht flüsterte.

Leicht bewegte sie dabei ihre Ohren, um Bewegung in ihren ruhig gebetteten Körper zu bringen und nicht wie ein weiterer Schatten dieser traurigen Nacht zu sein.
25.06.2018 14:28
Zitat   |   Beitrag editieren   |   IP   |   Suchen   |  
all my heroes are dead and gone
but they're inside of me, they still live on
Onkel
Onkel
Tante
Schwester
Nichte
Neffe

Weitere Charaktere

Rang

Mitglied

Alter

4 Jahre

Geschlecht

Rüde

Größe

105 cm

Beiträge

106

Beitritt

21.05.2013
Kelaya war ein weiteres Loch in den Reihen des Rudels. Eine weitere gute Seele, die einem das Gefühl hatte geben können, dass alles nur halb so wild war und wieder gut werden würde. Inyen hatte viel Zeit bei ihr verbracht, bevor sie ihren Kampf schließlich verloren hatte. Er hatte es geahnt, wie es wohl jeder geahnt hatte – vermutlich auch sie selbst. Umso öfter hatte er versucht, ihre Gedanken abzulenken und sie an die alten Geschichten zu erinnern, die sie kannte. An ihre Abenteuer, ihr Leben und ihre Lieben, die sie niemals vergessen würden. Heute dann war es so weit gewesen und der Tag des Abschieds war gekommen. Inyen hatte sich, nachdem er seine Zeit bei ihr genutzt gehabt hatte, wieder zurückgezogen. Er hatte den Rudelplatz verlassen und war zu dem Ort aufgebrochen, an dem er mit sich alleine sein konnte. Ob andere nach ihm gesucht hatten, war ihm erstaunlich egal. Die letzte Zeit genoss er die Ruhe und das Schweigen um ihn herum, selbst wenn er wusste, dass gerade Eleyne sich um ihn sorgen musste. Im Augenblick aber hatte er nicht die Kraft, ihr gegenüberzutreten und sich selbst mit Chetans Launen zu konfrontieren. Er besuchte sie, besuchte Jharim und Seki, wann immer Chetan nicht da war, hielt sich ansonsten aber – auch zu Eleynes Sicherheit – von ihnen fern. Den Tag des Abschieds hatte er letztlich auch alleine an seinem geheimen Ort verbracht, an dem er wusste, dass ihn niemand stören würde. Außer Talvi wusste niemand, wo er sich gerne aufhielt, und die hatte mit Sicherheit keinen Grund, nach ihm zu suchen.

Erst, als der Mond bereits am Himmel stand, kam er zurück. So sehr er sich auch darum bemüht hatte, einen klaren Kopf zu bekommen, er hatte es nicht geschafft. Immer noch kreisten seine Gedanken um Kelaya und Elaynès, auch um Wyakin. Wo war die ruhige Zeit nur geblieben? Wo war die Sicherheit, wo war ihre Heimat? Mehr und mehr wollte er etwas ändern, doch wie? Und vorallem – wie sollte ein einzelner Wolf etwas ändern, wenn der Rest in ihrer Starre gefangen blieb? Tag für Tag wartete er auf eine Entscheidung, einen Plan, doch es blieb still. Still und ohne Veränderung. Jeder ruhige Tag war nur ein weiterer in der Ruhe vor dem Sturm. Irgendetwas baute sich auf. Inyen spürte es und wurde zunehmend unruhiger, je länger er nichtstuend seine Zeit vergeudete.

Als eine Stimme seinen Namen nannte, zuckte er unweigerlich zusammen. Er hatte nicht auf den Weg geachtet und war umso überraschter, dass ihn jemand bemerkt hatte. Seine Ohren zuckten und noch während er witterte, sprach er seine Vermutung aus.

„Telayne?“ Ja, ihre Witterung bestätigte es. „Ich wollte dich nicht wecken, tut mir leid.“

Seine Stimme war noch immer vom Abschied gezeichnet, leise und angeschlagen.

„Bereut ihr es, mit uns mit gekommen zu sein?“, platzte es schließlich aus ihm heraus, bevor er genauer darüber nachgedacht hatte. Seine Ohren waren leicht angelegt.
i'll be by your side until the end
If one of us fall the other will soon be following.
This world is on fire, we need to go. Run for your life, my love. Run and you don't give up all that you are, all that you want. I will be close behind. Run for your life right now and if you don't know how - I’ll come back with you and take all that’s true and leave all that's burned behind. How can they think that any of this was easy with all the friends we've lost along the way?---------------------------------------------------
26.06.2018 15:09
Zitat   |   Beitrag editieren   |   IP   |   Suchen   |  
CROSS MY HEART
Burn my lungs and curse my eyes
It's better to burn than to fade away it's better to leave than to be replaced i'm losing to you, baby, I'm no match----------
Bruder
Bruder
Schwester
Nichte
Neffe
Cousine

Weitere Charaktere

Rang

Fremde

Alter

3 Jahre

Geschlecht

Fähe

Größe

94 cm

Beiträge

25

Beitritt

31.03.2015
Sein Echo, das ihren Namen trug, vergewisserte sie seiner Anwesenheit. Heute fiel es einem nicht unbedingt leichter einen klaren Gedanken zu fassen und sich einen Überblick über seine Umgebung zu verschaffen. Doch er war es wirklich. Das erkannte sie nicht nur durch den leichten Wind, der um sie bließ, sondern auch dank seiner Stimme.

‚‚Das hast du nicht.‘‘, schwenkte sie sachte ihren Kopf, bevor ihre Rute einladend über den kühlen Stein strich. Sie streckte leicht die Vorderpfoten von sich, bevor sie aufstand und mit einem leisen Sprung von den flachen Kanten herunterkam. Telayne verharrte noch unten, einige Wolfslängen als Abstand zwischen ihnen.
Schließlich war ihr nicht bewusst, wie viel Nähe Inyen überhaupt wollte und was vor allem sie gerade vertrug, während ihre Gedanken so schwer bei Kelaya lagen. Dieser Tag war noch nicht vorbei und irgendwo war es ihr bewusst, dass sie heute keine Müdigkeit in den Schlaf summen würde.
Zu ihrer Ehre sollten sie Wache halten. Egal, ob sie bei ihrem Körper warteten oder ihren Geist schützten, indem sie sich an sie erinnerten und gemeinsam mit ihr ein wenig in der Vergangenheit schwelgten.
Für die dunkle Fähe etwas schwierig, denn sie hatte an ihre Eltern denken müssen. Zwei Seelen, die irgendwo in der Ferne weiterzogen und womöglich niemals wieder ihre Kinder sehen würden.

Inyens Frage kam dafür etwas plötzlich, weswegen die Überraschung kurz über ihre Gesichtszüge glitt. Wie hätte er aber auch wissen können, dass ihr Kelayas Ableben Erinnerungen brachte, die sie wohl niemals erleben würde? Ihre Eltern ehren wie sie es heute alle mit Kelaya taten.

‚‚Keinen einzigen Moment.‘‘, erwiderte sie leise und wandte den Blick vorerst zum Boden. Trotz der Dunkelheit konnte sie ihre Spuren genau sehen, welche sie in diesen gesetzt hatte.

‚‚Es war nicht einfach, aber ich weiß, dass es das Richtige war. Vor allem für Kasatka und seine Welpen. Ich muss sagen, dass ich fast nicht mitgekommen wäre. Aber ich konnte Fenryn nicht noch einmal verlieren. Ich kann gar nicht anders, als ihn als meinen jüngeren Bruder zu sehen...irgendwie...ihn nochmal verschwinden zu sehen hätte ich wohl nicht verkraftet.‘’

Worte, die sie wieder aufblicken ließen.
Für die anderen konnte sie jedoch nicht sprechen. Und tief in ihrem Herzen wusste sie, dass er eventuell nicht das als ihre Antwort erwartet hätte. Womöglich mehr über das Tal und seine Geheimnisse, die es langsam immer weiter offenbarte. Wie ein blutender Schnitt.

‚‚Bereust du etwa, dass wir hier sind?‘‘, schmunzelte sie schmal und ließ dabei ihre Rute sanft aber deutlich wippen.
26.06.2018 20:27
Zitat   |   Beitrag editieren   |   IP   |   Suchen   |  
all my heroes are dead and gone
but they're inside of me, they still live on
Onkel
Onkel
Tante
Schwester
Nichte
Neffe

Weitere Charaktere

Rang

Mitglied

Alter

4 Jahre

Geschlecht

Rüde

Größe

105 cm

Beiträge

106

Beitritt

21.05.2013
Noch war er sich nicht sicher, ob er erfreut darüber war, auf jemanden getroffen zu sein oder nicht. Eigentlich hatte er kein genaues Ziel gehabt – das wurde ihm auch jetzt wieder bewusst, wo er da stand und nicht wusste, ober weiterlaufen oder verharren sollte. Erschöpft ließ er den Blick kurz schweifen, ehe er wieder auf Telayne zum Stehen kam und ihrer Antwort lauschte. So ganz sicher war er sich nicht, ob sie die Wahrheit sprach, aber ihm blieb nichts anderes, als ihr zu glauben. Im Endeffekt änderte das ohnehin nichts mehr an der Situation. Er war hier und sie war wach – egal, wie man es drehte und wendete. Auf die Idee, dass Kelaya auch Telayne in dieser kurzen Zeit so sehr ans Herz gewachsen war, kam er auf Anhieb gar nicht. Seine Trauer und sein Mitgefühl waren so sehr erschöpft, dass er vermutlich nicht mehr wirklich hätte trauern können, wäre Kelaya kein Teil seiner Familie gewesen. Bedauern, ja, aber diese tiefe Trauer konnte er nicht für jeden aufbringen.

Letztendlich aber stellte es sich als positiver Aspekt heraus, dass Telayne nicht ganz so befangen war wie der restliche Großteil. Zwar erkannte er auch auf ihren Zügen Mitgefühl und Betroffenheit, doch sie war anders als das, was er in den anderen Gesichtern zu sehen fürchtete. Vielleicht rührte daher auch seine plötzliche Frage, als ihm bewusst wurde, wie viel sie alle hinter sich gelassen hatten, um nun hier bei ihnen zu sein. Ihre Familie mochte nicht tot sein, doch ähnlich unerreichbar. Und wofür hatten sie all das aufgegeben? – Für ein Tal, ein Revier, dass es momentan auf seine eigenen Bewohner abgesehen hatte. Kein einladender Gedanke. Zu seiner Überraschung aber schien es Telayne nicht so sehr aufzustoßen wie ihm, wenn er versuchte, sich in ihre Lage zu versetzen. Die Überraschung stand ihm einen Herzschlag lang ins Gesicht geschrieben, ehe er überlegend den Fang senkte, wie er die Antwort verpackte, die er ihr nun schuldig war.

„Ich könnte es euch nur nicht verübeln.“, verließ es schließlich seinen Fang, nachdem er kurz den Kopf geschüttelt hatte. „Ich meine… bei all dem, was hier vor sich geht. “

Schuldbewusst senkte er das Haupt ein wenig. Vielleicht hätten sie sie damals doch vehementer dazu überreden sollen, sie nicht zu begleiten. Wer wusste es schon – im Augenblick schien nichts richtig und nichts falsch.

„Ich verstehe deine Sorge um Fenryn, aber ich fürchte, wenn du ihn nicht irgendwann loslässt, bist du bald ein Regenhauch.“ Ein schmales Lächeln huschte über seine Lefzen, auch wenn es seine Augen nicht erreichte. „Wir können uns dann ja etwas auf unsere Gastfreundschaft einbilden, wenn ihr euch trotz all dem Tod und Verderben immer noch wohlfühlt.“
i'll be by your side until the end
If one of us fall the other will soon be following.
This world is on fire, we need to go. Run for your life, my love. Run and you don't give up all that you are, all that you want. I will be close behind. Run for your life right now and if you don't know how - I’ll come back with you and take all that’s true and leave all that's burned behind. How can they think that any of this was easy with all the friends we've lost along the way?---------------------------------------------------
26.06.2018 20:50
Zitat   |   Beitrag editieren   |   IP   |   Suchen   |  
CROSS MY HEART
Burn my lungs and curse my eyes
It's better to burn than to fade away it's better to leave than to be replaced i'm losing to you, baby, I'm no match----------
Bruder
Bruder
Schwester
Nichte
Neffe
Cousine

Weitere Charaktere

Rang

Fremde

Alter

3 Jahre

Geschlecht

Fähe

Größe

94 cm

Beiträge

25

Beitritt

31.03.2015
‚‚Das ist tatsächlich etwas ganz anderes, als ich erwartet habe.‘’, musste sie doch zugeben.

Und dennoch hatte sie das Gefühl, dass sie bei manchen die treibende Kraft war. Rheeva hatte es bereits geahnt, dass mit diesem Ort etwas nicht stimmte und sie tatsächlich in Sorge ummantelt. Sie selbst war nicht bereit gewesen zuzugeben, wie erschreckend das Unbekannte doch sein konnte, aber sie wollte da sein. Eine große Schwester für diejenigen sein, die sie brauchten. Verantwortung hatte sie schließlich schon gerne übernommen und wenn es nur der Zusammenhalt jener Seelen war, die in diesem Gebiet noch unsicher voran liefen.
Sie würde diesen Ort nicht aufgeben, wenn es das Rudel selbst nicht tat. Selbst, wenn das fremde Tal einem Angst und Vorsicht lehren konnte. Hier gab es etwas, das sie dennoch mit seiner Schönheit verzauberte und dazu trug auch der Zusammenhalt dieses Rudels bei.

‚‚Ach ich denke das würde mir sogar ganz gut stehen.‘‘, schmunzelte sie noch etwas verlegen.

Sie wollte durch ein Lachen nicht zu respektlos klingen und diese angenehme Stille damit vertreiben. Außerdem saß ihr der Schock von der letzten Jagd noch zu tief.

Kurz musste sie schweigen. Etwas Zeit wahren, um seine Reaktionen einzuschätzen und zu verstehen, wie er auf ihre Leichtigkeit reagierte. In dieser Unterhaltung würde sie Inyen die Führung überlassen. Schließlich war ihm Kelaya näher als sie den Fremden jemals sein würde. Grund genug, weswegen sie weiterhin auf der Stelle verharrte und abwartete. Er müsste bereit sein und noch war ihre Entfernung weit genug, um sie wieder zu verlassen und die Seelen in die bevorzugte Einsamkeit zu tauchen.

‚‚Natürlich könnt ihr das. Aber ich hoffe zumindest, dass wir keine Gäste bleiben werden.‘’, sannte sie mit freundlicher Stimme, während sie vergnügt die Augen kurz zudrückte.

‚‚Wir können euch ja auch etwas bereichern und ich spreche wohl für alle, dass jeder von uns gerne ein paar helfende Pfoten reicht, um das alles hier gemeinsam durchzustehen. Ich habe selten so ein großes Rudel gesehen wie wir es jetzt sind.‘’

Telayne war nicht immer der große Optimist gewesen, aber es musste jemanden geben, der dies alles mit bestärkten Blick betrachtete und sich nicht gleich in die Melancholie reißen ließ.

‚‚Ich bleibe gerne bei euch, um das durchzustehen.‘‘
26.06.2018 22:26
Zitat   |   Beitrag editieren   |   IP   |   Suchen   |  
all my heroes are dead and gone
but they're inside of me, they still live on
Onkel
Onkel
Tante
Schwester
Nichte
Neffe

Weitere Charaktere

Rang

Mitglied

Alter

4 Jahre

Geschlecht

Rüde

Größe

105 cm

Beiträge

106

Beitritt

21.05.2013
Vielleicht war es ein Versuch seines Unterbewusstseins, ihn von all seinen Sorgen abzulenken, indem es andere, ältere und belanglosere Sorgen aus seinen Erinnerungen hervorkramte. Jetzt nämlich fragte er sich unweigerlich, ob er damals, als sie bei Fenryns Rudel gewesen waren, die Wahrheit erzählt hatte – und zwar nicht die Beschönigte. Sein Blick glitt nachdenklich gen Boden, ohne dass es ihm wirklich bewusst war, doch so sehr er auch versuchte, sich seine Worte ins Gedächtnis zu rufen, er schaffte es nicht im Wortlaut. Damals aber war es auch noch nicht so schlimm gewesen wie jetzt. Damals hatten sie bloß die Moorbeißer gehabt, die sich aber von ihnen ferngehalten hatten. Und die Lawine, die Aeshatyr und Fenryn überrollt hatte, ohne es wirklich getan zu haben. Aber auch Motomo hatte denen, die die Idee gehabt hatten, mit ihnen zu kommen, nicht verschwiegen, dass es bei ihnen momentan etwas… durcheinander war. Vermutlich hatte es aber alles so surreal geklungen, dass sie es sich anders vorgestellt hatten. Der Nordwind hob den Blick und fixierte Telayne einen Moment genauer, so gut es in der Dunkelheit eben ging. Aber weder in ihrer Stimme noch in ihren Zügen konnte er Anzeichen dafür erkennen, dass sie ihre Worte nicht so meinte, wie sie es gesagt hatte. Und das, obwohl das Leben hier von Tag zu Tag schwerer wurde. Also ließ er die Sorgen ziehen, ohne zu einem wirklichen Schluss gekommen zu sein.

„Vielleicht findet sich oben im Gebirge eine Schlammpfütze in der passenden Farbe zum Testen, dann siehst du, ob’s sich lohnt.“, lächelte er seiner Stimmung entsprechend schwach, aber ehrlich zurück.

Als sie fortfuhr, war er zwar nicht direkt überrascht, ihre Hoffnungen zu hören, aber trotzdem erfüllte es ihn mit einer gewissen Erleichterung. Er wusste selbst nicht, ob er an ihrer Stelle nicht längst wieder aufgebrochen wäre, aber das war hier auch nicht die Frage. Er würde nicht gehen, das hier war seine Heimat – ihre allerdings hatte sie bereits früher zurückgelassen.

„Das freut mich zu hören. Ich glaube, dem Rudel kann momentan nichts Besseres passieren, als jemand, der das Ganze mit nicht ganz so vielen Emotionen betrachtet.“ Seine Ohren schnippten nachdenklich. „… War es bei euch wirklich so übel, dass ihr lieber das in Kauf nehmt?“

Er hoffte auf eine ehrliche Antwort auf seine ehrliche Neugier. Er hatte sich eigentlich recht wohlgefühlt in ihrem Rudel, aber als Gast stand man auch weiter außerhalb als als Mitglied.

„Früher waren wir noch größer. In letzter Zeit mussten wir einige Verluste verkraften.“, erzählte er in Erinnerung schwelgend leise, ehe er den Kopf kurz schüttelte, um den Gedanken zu vertreiben. „… Ich sollte eure Entscheidung nicht so in Frage stellen, tut mir Leid. Ich bin euch jedenfalls dankbar, dass ihr hier seid und hier bleiben wollt.“
i'll be by your side until the end
If one of us fall the other will soon be following.
This world is on fire, we need to go. Run for your life, my love. Run and you don't give up all that you are, all that you want. I will be close behind. Run for your life right now and if you don't know how - I’ll come back with you and take all that’s true and leave all that's burned behind. How can they think that any of this was easy with all the friends we've lost along the way?---------------------------------------------------
01.07.2018 21:16
Zitat   |   Beitrag editieren   |   IP   |   Suchen   |  
CROSS MY HEART
Burn my lungs and curse my eyes
It's better to burn than to fade away it's better to leave than to be replaced i'm losing to you, baby, I'm no match----------
Bruder
Bruder
Schwester
Nichte
Neffe
Cousine

Weitere Charaktere

Rang

Fremde

Alter

3 Jahre

Geschlecht

Fähe

Größe

94 cm

Beiträge

25

Beitritt

31.03.2015
Für einen Moment glaubte sie, dass sie die Melancholie aus ihren Worten genommen hatten und sie sich nur noch in ihren Gedanken spiegeln ließ. Ein kleines Befinden, das nichtig wurde und in diesem Gespräch jegliche Bedeutung verlor. Doch es wurde Telayne klar, dass ein schweres Herz meist ehrlicher sprach und sie so genauer herausfanden, wo ihre Gedanken herumstreiften und wie gleich sich ihre Rudel doch waren.
Bei seinen Worten musste sie schmunzeln. Es war eine Geste, die kurz den heiteren Glanz in ihre Augen zurückbrachte und sie in eine Situation schuf, deren leichtsinnige Realität surreal wurde. In manchen Situationen wäre sie wirklich gerne noch einmal Welpe. Fast schon wollte sie aufspringen und gemeinsam mit ihm in der Dunkelheit nach eben dieser Pfütze suchen, die ihr vielleicht für wenige Minuten den Sorgen aus dem Fell waschen konnte.

Aber in dieser Situation befanden sie nicht. Ihre war derzeit von einer solch komischen Grausamkeit verziert, dass es ihr manchmal schwer viel Wahrheit von Täuschung zu unterscheiden.
Inyen kam nicht näher, weswegen sie in der Entfernung blieb und ihm den Abstand gewährte, den er wohl brauchte.

‚‚Es war nicht wirklich übel. Mir ging es dort eigentlich gut, aber für Kasatka war es schwierig. Es gab oft…Differenzen.’’

Es war wirklich einer der schöneren Begriffe, den sie dafür verwenden konnte. Ihr Bruder war ein Sorgenkind in ihren Augen gewesen.

‚‚Ich denke für ihn war ein Neuanfang ziemlich sicher und da ich wusste, dass für mich eines Tages auch die Zeit kommen würde mich von meiner Familie abzunabeln, bin ich mit ihnen mit. So fühlte ich mich wohl doch sicherer noch vorerst bei einem Teil meiner Familie zu bleiben, als wirklich ganz alleine in der Weite ein Rudel zu finden. Und sie hätten mich gewiss nicht so freundlich empfangen wie ihr…ich meine wer kann Fenryn schon etwas ausschlagen?‘‘

Telayne lächelte, doch es war etwas gequält. Zumindest eine Geste, die er in der Dunkelheit nicht zu gut erkennen konnte.
Ihre Ohren legten sich zaghaft an ihren Nacken, als die Fähe leicht den Kopf neigte.

‚‚Schon gut, Inyen.‘‘, versuchte sie ihn zu besänftigen. Ihr Blick lag vorsichtig auf seinen Fellspitzen. ‚‚Du bist hier aufgewachsen…du weißt schon wovon du redest und ich kann verstehen, wenn du uns nicht…verstehst…’’

Die Dunkle ließ die Augen zu ihren Pfoten schweifen.

‚‚Aber ihr habt einen Zusammenhalt, um den ich euch sehr beneide.’’
17.11.2018 00:27
Zitat   |   Beitrag editieren   |   IP   |   Suchen   |  
all my heroes are dead and gone
but they're inside of me, they still live on
Onkel
Onkel
Tante
Schwester
Nichte
Neffe

Weitere Charaktere

Rang

Mitglied

Alter

4 Jahre

Geschlecht

Rüde

Größe

105 cm

Beiträge

106

Beitritt

21.05.2013
Wenn das der einzige Vorteil war, den Teleyne in seinem Rudel sehen konnte, dann hatten sie sich wirklich verändert. Er belächelte die Aussage der Dunklen, ohne es ihr übel zu nehmen. Sie versuchte wenigstens, etwas Positives zu sehen und sich ihre neue Heimat schön zu reden. Und auch, wenn es nur die problemlose Aufnahme Kasatkas und Fenryns war, die sie neben dem Zusammenhalt Diemnar abgewinnen konnte – das war doch immerhin etwas, oder nicht? Das Kasatka in seinem Heimatrudel Probleme gehabt hatte, konnte Inyen sich derweil sehr gut vorstellen. Er hatte es immerhin geschafft, selbst Nhimri ein wenig zu verstimmen mit seinem Auftreten. Aber mittlerweile schien er sich recht gut eingelebt zu haben. Der Regenhauch hatte nicht wirklich ein Auge drauf gehabt in letzter Zeit. Dazu war er zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

„Warst du vorher schon mal außerhalb eures Reviers?“, fragte er schließlich, um das Thema zu wechseln und etwas unbefangeneres anzuschneiden. „Und hast du immer noch vor, irgendwann loszuziehen, wenn du bereit dazu bist?“

Worauf genau er hinaus wollte, wusste er bislang selbst noch nicht, aber es interessierte ihn. Vielleicht, weil er selbst bereits mit dem Gedanken gespielt hatte. Aber er würde es ohnehin nicht übers Herz bringen, seine Familie in solch einer Lage im Stich zu lassen. Aber mit der Hypothese spielen konnte man doch, oder?
i'll be by your side until the end
If one of us fall the other will soon be following.
This world is on fire, we need to go. Run for your life, my love. Run and you don't give up all that you are, all that you want. I will be close behind. Run for your life right now and if you don't know how - I’ll come back with you and take all that’s true and leave all that's burned behind. How can they think that any of this was easy with all the friends we've lost along the way?---------------------------------------------------
02.12.2018 14:55
Zitat   |   Beitrag editieren   |   IP   |   Suchen   |  
Neues Thema Antworten