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Gründung:    01.09.2013
16 Rüden, 15 Fähen, davon 4 Welpen

Gesuche

Momentan sind 4 Charaktere ohne Spieler

Yeirah ♀, Kilarny ♀, Aivi ♀ und Laren ♂ suchen neue Besitzer. Solltet ihr Interesse daran haben, einen Charakter zu übernehmen, schaut hier vorbei.

25. April 800
lauer Tag . wenige Wolken . kein Wind . 11°C

Zwei Wochen sind seit Fenryns Unfall vergangen. So viele neue Informationen der Tag dem Rudel trotz des Unglücks auch brachte, die meisten Wölfe konnten in dieser Zeit nicht mehr tun, als über sie nachzudenken und sich weiter zu sorgen. Zu Taten war noch keiner bereit, oder hatte überhaupt Zeit dazu. Fenryn musste versorgt werden und dann wurde plötzlich auch Kelaya immer schwächer. Als sie nach ein paar Tagen schließlich nicht einmal mehr aufstehen konnte, wusste das Rudel, was es zu bedeuten hatte. Vor fünf Tagen ist Kelaya schließlich gestorben. Die Stimmung im Rudel ist gedrückt. Trauer gemischt mit Sorge und Angst um die Zukunft hängten über dem Rudel. Obwohl der Frühling normalerweise eine beutereiche Jahreszeit ist, scheinen die Wälder und Wiesen wie leergefegt. Es wird langsam offensichtlich, dass sich das Wild die unsichtbare „Wolfsschutzbarriere“ durch das Moor zu Nutze macht und den von Wölfen bewohnten Teil des Tals meidet.

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Calrin Ecál seit: 40 Tagen
Qiltaîr Aelyr seit: 23 Tagen
Eleyne seit: 15 Tagen    (abgemeldet)
Aeshatyr seit: 6 Tagen


Achtung, Moto spielt wieder am Forum rum! Wenn Dinge komisch aussehen: es wird daran gearbeitet!
Echoes of Yesterdays   » Rollenspiel » Dämmergrau » VII. Gratwanderungen
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all my heroes are dead and gone
but they're inside of me, they still live on
Schwester
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Geschlecht Rüde
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Alter 4 Jahre
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Beitritt 21.05.2013
Anderes Ende des Moores
Talvi
Mit jedem Schritt hoffte er mehr, dass er sich nicht geirrt hatte und die Tiere sie letztendlich im Kreis führen würden. Wenn, dann war ihr Überleben wirklich ein großes Geschenk, während ein Erfolg für das Rudel ausbleiben würde. Inyen hoffte inständig, dass es nicht so kommen würde. Er wollte sich die Pleite nicht ausmalen, nach dieser Aktion mit leeren Pfoten vor dem Rudel zu stehen und sich rechtfertigen zu müssen. Ganz besonders um Talvi würde es ihm leidtun. Innerlich aber wusste er bereits, dass er die Schuld auf sich nehmen würde und die Sturmwolke keine Wahl gehabt hätte. Nicht, dass er ihr etwas schuldig war, aber im Augenblick schien die Graue die einzige Wölfin mit Mut zur Veränderung zu sein, die an der Rudelspitze stand. Das alles waren Gedanken, die sich zu den Zweifeln mischten, während er stetig seinen Weg durch das Moor wagte. Noch hatte sich der Gletscher immer an einer Seite zu ihnen befunden – sie schienen also wirklich immer tiefer ins Moor vorzudringen. Der Nordwind achtete kaum auf seine weitere Umgebung. Was wirklich zählte waren die Karibus und jeder nächste Schritt, den er auf den tückischen Boden setzte.

Plötzlich erkannte er, wie die Tiere an der Spitze im sumpfigen Morast versanken und sich schwimmend weiter nach vorne drängten, um der Gefahr zu entfliehen.

„Verdammt!“, zischte er laut, aber mehr zu sich selbst.

Er hatte nicht wirklich vor, sich ihnen hinterher in die Fluten zu wagen. Hektisch ließ er den Blick schweifen. Auch, wenn das, was vor ihnen lag, mehr nach einem Fluss aussah – man konnte die Strömung erkennen – traute er dem Gewässer kein bisschen über den Weg. Wer wusste schon, ob die Moorbeißer sich davon fernhielten und lieber die stehenden Tümpel bevorzugten. Im Wasser waren sie vollkommen wehrlos. Ein Umstand, den er trotz des wahnsinnigen Vorhabens, in dem sie ohnehin steckten, nicht eingehen wollte. Seine Gedanken rasten, als seine Augen ein paar wenige kleinere Karibus ausmachten, die sich weiter links am Gletscherfuß (der war mittlerweile erstaunlich nah gekommen) hielten.

„Talvi!“, rief er und wies mit dem Fang in jene Richtung.

Sie schienen einen anderen Weg zu kennen, um nicht der Strömung zum Opfer zu fallen. Den beiden Wölfen blieb keine Zeit, um die Sicherheit dieser Alternative zu überdenken. An der Stelle, an der die Jungtiere den Fluss überquerten, hatte sich eine Gletscherzunge über den Fluss geschoben. Wenn sie die Hufe aushielt, sollten auch Talvi und er ohne Probleme passieren können. Und tatsächlich – selbst, wenn der Regen hier und da kleine Löcher ins Eis gefressen hatte, war es insgesamt eine recht stabile Brücke. Am Horizont zeichneten sich allmählich auch wieder gesunde Bäume ab, während der Boden nach und nach an Stabilität zurückgewann. Die Karibus drehten abermals nach rechts, doch Inyen hatte nun die näherkommenden Bäume fixiert. Das Ziel war zum Greifen nahe! Sie mussten es schaffen!

„Nur noch ein bisschen. Gleich haben wir es geschafft!“

Karibus stoben um sie herum, irritiert vom eigenartigen Verhalten der beiden Jäger. Nach und nach verließ Inyen die Mitte der Herde und wurde – je erreichbarer die Baumgrenze war – langsamer. Sein Herz raste, während er hechelnd in einen Trab verfiel. Sollte es das tatsächlich gewesen sein? Hatten sie wirklich das Moor durchquert? Vereinzelt säumte Gras den Pfad, bis das Gelände insgesamt wieder wohnlicher aussah. Vor ihnen erstreckte sich ein Wald, so wie es auch auf der anderen Seite der Fall war, doch die Gerüche waren neu, fremd. Inyen blieb stehen und sein Blick wanderte mit angelegten Ohren über ihre neue Umgebung.

„Wir… haben es geschafft. Wir haben es tatsächlich geschafft.“

Freude stieg in ihm auf, gemischt mit Stolz. Voller Übermut entwich ein freudiger Laut seiner Kehle, ehe er die Wöflin an seiner Seite etwas unsanft ins Halsfell kniff.
i'll be by your side until the end
If one of us fall the other will soon be following.
This world is on fire, we need to go. Run for your life, my love. Run and you don't give up all that you are, all that you want. I will be close behind. Run for your life right now and if you don't know how - I’ll come back with you and take all that’s true and leave all that's burned behind. How can they think that any of this was easy with all the friends we've lost along the way?---------------------------------------------------
29.04.2018 20:57
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the ruler & the killer
All of you belong to me
Onkel
Onkel
Tante
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Tochter
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Geschlecht Fähe
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Alter 7 Jahre
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Beiträge 54
Beitritt 03.09.2013

Miska
Völlig überrascht blinzelte die Fähe bei den Worten ihres Onkels. Vielleicht hatte sie sich ja verhört, aber sie glaubte so etwas wie 'gerne' verstanden zu haben. Ein fragendes gerne, gefolgt von der Tatsache, dass Miska sich in Bewegung setzte. Vollkommen verblüfft, sah sie den verschmitzten Blick und den Spaß, den der Helle offensichtlich hatte. Sie wusste nicht, ob es nun daran lag, weil er wusste, dass er sie damit überrumpelte oder einfach weil ihn die Neugierde so beflügelte. Aber es war auf jeden Fall ansteckend. Ohne es zu merken, hatte sich ein Grinsen auf Eleynes Lefzen gelegt und sie lachte laut auf.

„Du sorgst auf jeden Fall für Überraschungen, Miska.“

Sie kicherte fröhlich und trabte dann schnell zu ihm, um neben ihrem Onkel zu laufen. Es war ein wesentlich langsamerer Schritt als mit Talvi, aber sie hatten es ja nicht eilig. Entspannt ging sie neben ihm her und überlegte, wie sie seine Frage beantworten konnte. Der Blick der Mitternachtssonne glitt den ganzen Weg weiter, den sie zurücklegen mussten und einmal die Berge hinauf.

„Ich hab dir eigentlich schon alles von unserem Trip erzählt. Vielleicht sollte ich dich noch vorwarnen. Talvi und ich haben uns sehr, sehr alt gefühlt, als wir dort hoch gelaufen sind.“ Sie schmunzelte bei der Erinnerung, wie sie darüber gejammert hatten, so alt wie Motomo und Chetan zu sein. „Und der Weg nach draußen war...eng und dunkel. Ich gestehe, ich war ziemlich ängstlich dort drin.“

Na toll, wenn sie jetzt so darüber nachdachte, dann klang das so, als wollte sie es ihrem Onkel wieder ausreden. Also ruderte sie schnell etwas zurück. Oder versuchte zumindest auszubügeln, was sie mit dem bisher gesagten vielleicht angerichtet hatte.

„Aber als wir auf der anderen Seite waren, als wir es rauf und rüber geschafft haben, dass war ein unbeschreibliches Gefühl.“ Kurz zögerte sie, klappte leicht die Ohren an. „Ich hoffe du hast es dir jetzt nicht anders überlegt...“
rescue me in the middle of the ocean
We may lose, and we may win But like the sun we will rise again.
Rescue me In the middle of my darkest hour. Time will tell I never really had the power. Some say it's easier to give up on it. I say its time to rescue me. We gotta get out . How foolish have we been To say it's all been a waste of time? We may lose, and we may win But like the sun we will rise again. Rescue me In the middle of the ocean. Crashing down, it's always hard to breathe. Some say its hard to make the changes. Rescue me and I'll never be the same. -------------------------------------------------------------------------
In the middle of my darkest hourrescue me
02.05.2018 22:00
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__ ENDSTATION EDEN __
HEUTE NACHT STERBEN WIR
Mutter
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Beiträge 43
Beitritt 01.09.2013


Sein Blick ruhte noch immer in der Ferne, dort wo ihn vermutlich neue Orte und Einblicke erwartet hätten. Und auch wenn die Idee sehr verlockend klang, einfach weiter zu gehen und einfach alles auf sich zukommen zu lassen, machte Yhevorys kehrt und folgte stattdessen den schmalen Tunnel zurück ins Tal.
Vorsichtig und bedacht setzte er eine Pfote nach der Anderen voreinander. Dabei stieß er den ein oder anderen Kieselstein weg und lauschte dem dadurch entstanden Echo. Es war ein fast beruhigender klang, wenn das Echo sich langsam dem ende zu neigte. Einerseits mit den Geräuschen der Höhle beschäftigt fürchtete er sich den Kopf zu stoßen wenn er ihn auch nur zu Seite bewegen würde. Da kam ihm erstmalig die Frage wie wohl ein weitaus stämmigerer Wolf es hier durch schaffen würde, wenn selbst er hageres Kerlchen bangte sich zu stoßen. Das er sich viel zu oft in unnötige Gedanken Konflikte verstrickte ist oder sich einfach zu viele irrelevante fragen stellt war ihm wohl bewusst doch waren es diesmal genau diese Gedanken, die seinen Gang durch den Tunnel viel kürzer erschienen ließ, als er tatsächlich war. Nur wenige Meter vor ihm zeichneten sich schon vereinzelt Sonnenstrahlen ab, was Yhevorys veranlasste noch ein schritt zu zulegen. Kaum hatte er den Kopf raus gesteckt erschien vor ihm die unvergessliche Landschaft. Es war nun wirklich ein schöner Ort. Nicht zu unrecht verbrachte Yhev auch gerne seine Zeit hier mit dem dösen und dem nachgehen seiner Gedanken. Stundenlang konnte er das. Einfach nur da sitzen. Jetzt wo er sich das alles so ansah konnte er nicht recht verstehen warum er hatte mitgehen wollen. Oder zumindest ein Teil von ihm konnte es nicht mehr verstehen. Sein Blick blieb an dem aus der Ferne zu sehenden See hängen bei dessen Anblick ihm sein Durst bewusst wurde. Voller Tatendrang folgte er dem anfangs Steilen Pfad hinab zur Bergwiese, mit dem Ziel zum See zu gelangen. Immer wieder sah er sich um, als wolle er alles in sich aufnehmen und speichern, bevor es ihm genommen werden konnte.
behind the mirror
who's the man in the mirror? who's the man inside of me? What happened to my life? Is this what I used to be
06.05.2018 14:00
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Sohn
Enkelin
Enkel
Enkelin
Nichte
Nichte
Neffe
Geschlecht Rüde
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Beiträge 67
Beitritt 04.09.2013

Eleyne
Er mochte ihre lockere Haltung und den entspannten, enthusiastischen Eindruck, den sie auf ihn machte. Es tat ihm irgendwie gut mit dem – im Vergleich zu ihm – jungem Raureif durch die Gegend zu stromern und am Leben der nachfolgenden Generationen weiterhin teilzuhaben. Für einen Moment drängte sich der Gedanke in seinen Kopf, dass er einem Fortzug des Rudels möglicherweise nicht gewachsen war und vielleicht im Tal zurückbleiben würde, was zwangsläufig ein Ende solcher Augenblicke bedeutete. Schade, dachte er, äußerst schade, und schüttelte diese Vorstellung aus dem Fokus, indem er hoppelnd über ein Büschel duftenden Grases hinwegsetzte, was ihm Spaß bereitete und ein Glucksen entlockte.
Wieder im Trott rumpelte er mit der Schulter spaßeshalber gegen seine Nichte und machte ein unbestimmtes Geräusch.

„Alt, ich erzähl dir gleich mal, was alt ist.“

grunzte er, kicherte wie ein pubertäres Wolfsmädchen und hob würdevoll das Haupt an.

„Das kann schon mal Angst machen, davor ist niemand gefeit. Lieber ein Schrecken und die Lage vorsichtig sondieren, als hineinstürmen und ins Unheil stolpern.“, belehrte er sie altklug und hatte augenblicklich Fenryn vor Augen, bei dessen Leichtsinn ihm bisweilen mal leichter Zorn aufkochte.

„Habe ich nicht, aber weiß ja auch keiner, ob ich überhaupt bis da oben hinkomme.“

Miska wog den Kopf leicht von einer zur anderen Seite.

„Obwohl ich nichts gegen ein unbeschreibliches Gefühl hätte…“ Er schwieg kurz und fuhr dann anderweitig fort: „Seid ihr weit gegangen? Was habt ihr so gesehen? Warum… warum seid ihr nicht noch weitergegangen? Ich nehme an, ihr wolltet uns keine Sorgen machen. Aber ich glaube, meine Neugierde hätte mich verrückt gemacht.“
06.05.2018 20:58
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flame in the flood
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When you won't see any rising sun
Down to the river we will run
Opa
Onkel
Neffe
Neffe
Geschlecht Fähe
Rang Beta
Alter 5 Jahre
Größe 101 cm
Gewicht 85 kg
Beiträge 80
Beitritt 10.09.2013
Auf der anderen Seite
Inyen
Ihr Herz schlug der Sturmwolke bis zum Hals, als die Tiere an der Spitze plötzlich ins morastige Wasser sprangen und das letzte Stück ans Ufer schwimmend überwanden. Sollten sie das Risiko eingehen und ihnen folgen? Es war zu spät, um umzukehren oder sich überhaupt groß Gedanken darüber zu machen. Erst Inyens Ruf veranlasste sie dazu, den Kopf zu drehen und seinem Blick zu folgen, den sie zuvor stur auf die Karibus an der Spitze gerichtet hielt. Eine Welle der Erleichterung durchströmte sie, während sie dem Regenhauch folgte und sich bereitwillig von ihm über die Gletscherzunge führen ließ. Ohne ihn hätte sie es womöglich nicht heil durchs Moor geschafft, umgekehrt wäre sie dieses Wagnis ohne ihn aber auch nie eingegangen. War das nun gut oder schlecht? Im Grunde spielte es keine Rolle mehr, denn es gab ohnehin kein Zurück.
Und dann war es endlich soweit und sie spürten wieder festen Boden unter den Pfoten. Noch nie hatte sich die feste Erde und das Gras so gut zwischen ihren Ballen angefühlt. Als er sie übermütig ins Halsfell kniff, fühlten sich ihre Läufe plötzlich furchtbar schwach an. Erleichtert schloss sie die Augen und ließ sich aufs Hinterteil sinken, um einen Moment zu verschnaufen.

„Wir sind tatsächlich auf der anderen Seite“, flüsterte sie schließlich, ehe sie die Augen wieder öffnete und sich blinzelnd umschaute.

Die Landschaft wirkte fremd und gleichzeitig doch irgendwie vertraut. Alles war herrlich unspektakulär, als wäre es das normalste der Welt, hier drüben zu sein, zu atmen, einfach zu existieren. Auf der falschen Seite. Noch nie war ihr ein stinknormaler Wald so einladend vorgekommen. Was würden Nhimri und Miska wohl zu den ganzen Fährten sagen, die sich durchs Gras und Gebüsch schlängelten? Die Trampelpfade, von unzähligen Hufen und Füßchen der Beutetiere ausgetreten, die dort drüben so selten geworden waren? Miska … das erleichterte Lächeln, das sie Inyen schenkte, wurde schlagartig wieder gequälter. Wenn die Durchquerung des Moores sie selbst schon gefordert hatte, wie sollte es dann ihr armer, alter Opa schaffen?

„Glaubst du Miska und die Anderen können es ebenfalls schaffen?“

Das Schwierige würde erst noch kommen. Sie mussten ihnen bald Bescheid geben, doch die Sturmwolke fürchtete sich vor der Reaktion. Würden sie verstehen?
Talvi-Miska
13.05.2018 19:27
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CROSS MY HEART
Burn my lungs and curse my eyes
It's better to burn than to fade away it's better to leave than to be replaced i'm losing to you, baby, I'm no match----------
Bruder
Bruder
Neffe
Nichte
Geschlecht Fähe
Rang Fremde
Alter 3 Jahre
Größe 94 cm
Gewicht 65 kg
Beiträge 20
Beitritt 31.03.2015

Jharim
Eine interessante Beschäftigung, wenn aber auch nur eine kleine Spielerei. Irgendwo fand sie den Kleinen ja sogar niedlich. Er war ganz anders, als die Requisten, die sie aus ihrem Rudel kannte. Ihre ganze Familie drang danach Stärke oder zumindest Mut zu beweisen. Vor allem ihre Brüder eiferten darum wie um den Schenkel eines kräftigen Karibus.
Und Jharim machte den Anschein, dass er trotz seines leitenden Vaters kein Willen dazu hatte in irgendeiner Weise diesen Schatten von seinem Pelz zu nehmen.
Der freche Ausdruck wich einer Sanftheit, die sie sonst nur ihrem Neffen und ihrer Nichte entgegenbrachte. Doch das waren Welpen und für sie war es selbstverständlich die Welt noch mit Naivität und Leichtigkeit anzublicken. Der Graue hingegen, wenn sie sich nicht verschätzte, war genauso alt wie sie. Hatte genauso viel Erfahrung und besaß einen Vater, der sich für jenen Ort und seine Seelen einsetzte.
Leid tat er ihr nur ein wenig, denn mehr erweckte es ihr Interesse an den Umständen, die seinen Charakter so geformt hatten.

„Mäuse können richtig schwer zu fangen sein. Ist dir das denn schon einmal gelungen?''

In ihrem Ausdruck zeichnete sich wahre Neugierde ab. Und der Ton ihrer Stimme schwang mit ihrer Umstellung mit, die dem Rüden nicht weiter zu stark auf die Pfoten treten wollte. Interesse hatte sie wenig seine Grenzen weiter zu testen und zu erkennen, wie lange er brauchte bis er sich noch tiefer unterwarf als zuvor. Diesen Respekt wollte die Fähe nicht von ihm und in ihr pochte kein böses Herz, das ihn hätte ausnutzen wollen.

„Das hast du dich natürlich auch nicht getraut ihm das zu sagen, mh?“, legte sie den Kopf musternd schief und schmatzte dabei leicht. Doch die glühenden Augen hielt sie auf Abstand, während sie zum ersten Mal den Blick von dem Kleinen stahl.

Hier war es wirklich ruhig. Ein Ort, der sich den eigenen Atemzügen anpasste, wenn man genau hinhörte.

„Ich wollte das Revier etwas erkunden. Dabei dachte ich an etwas Abstand…mir fällt es noch schwer meinen Bruder zu sehen, weil sein Anblick mich daran erinnert, wie schnell ich ihn hätte verlieren können. Komisch, oder?“

Telayne richtete sich wieder auf und schüttelte den dunklen Pelz, der sich wie Laub im Mondlicht aufplusterte, wenn eine sachte Brise darüber streichelte.

„Behalt es aber für dich.“, zwinkerte sie Jharim zu und berührte ihn dieses Mal etwas sanfter mit ihrer Schnauze.

„Du kannst mir ja geheime Plätze hier zeigen. Gibt es hier in der Nähe etwas Aufregendes von dem ich wissen sollte? Ein Ort ohne Monster?“ , grinste sie schelmisch.

Einer wie er sollte doch gewiss Bescheid wissen. Er machte den Anschein, als hätte er schon oft alleine dieses Tal durchstreift und dabei den ein oder anderen Fund gemacht. Und die Frage, ob er doch lieber allein gelassen werden möchte, würde sie ihm gar nicht erst stellen.
15.05.2018 14:39
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Ain't No Rest for the Wicked
Gefährtin
Tochter
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Schwester
Bruder
Schwester
Geschlecht Rüde
Rang Fremder
Alter 3 Jahre
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Beitritt 27.04.2015

Aeshatyr, Motomo, Venari
Es war – zur Abwechslung – nicht einmal böse gemeint. Ihm war durchaus schon aufgefallen, was für ein schönes Revier dieses Rudel hier hatte und auch wenn der See atemberaubend schön war, verband Kasatka nicht die besten Erinnerungen mit ihm. Sein Blick glitt kurz in die vage Richtung der Stelle, an der sein Bruder gelegen hatte, während er sich erholen musste. Dann folgte sein Blick wieder dem Flauschigen. Dieser schien kurz zu stocken und Kasatka folgte seinem Blick - oh bitte…
Er gab einen undefinierbaren Laut von sich, doch es war schon zu spät. Aeshatyr hatte sich in Bewegung gesetzt und steuerte das (in seinen Augen) so ungleiche Paar Requisten an. Er mochte Motomo, sofern man hier von mögen sprechen konnte. Aber die Fähe an seiner Seite war gerade so ziemlich die letzte Requistin, die er jetzt noch ertragen konnte. Wieso mussten die ganzen komischen Wölfe eigentlich ihm begegnen?! Das Revier war doch groß genug und trotzdem schien er von einem Querhüpfer zum nächsten Hohlkopf zu trotten. Oder vielleicht waren hier eben doch alle so. Nein. Sein Blick glitt beinahe ein bisschen wehmütig zu Motomo, der so ruhig neben der Welpenfähe lag, dass er den Älteren beinahe schon bewunderte.
Während Aeshatyr die beiden mit einem freudigen Lachen begrüßte, trottete der dunkle Rüde ihm noch nach und nickte Motomo und seiner Tochter grüßend zu. Ehe er zum Sprechen angesetzt hatte, plapperte der Plüschige aber schon los und so überließ Kasatka es ihm, ihre Situation zu erklären, auch wenn man an seinem Schmatzen erkennen konnte, dass er nicht sonderlich zufrieden damit war. Seine Aufmerksamkeit richtete sich eher auf Motomo, als könne der ihn von seinem Schicksal erlösen – dadurch entging ihm auch der stumme Hilferuf des Jüngeren an seiner Seite…
15.05.2018 20:35
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Where there's beauty beyond your dreams
Take my hand
Vater
Mutter
Schwester
Onkel
Cousin
Cousin
Geschlecht Rüde
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Alter 3 Jahre
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Beitritt 13.09.2013

Telayne
Misstrauisch betrachtete er diese eigentlich Fremde Fähe. Wollte sie sich lustig über ihn machen? Über seine Größe? Darüber, dass er eben anders war als sie?
Seufzend ließ er die Luft aus seinen Lungen, die bereits schmerzten, da er nicht gemerkt hatte, wie er sie angehalten haben musste.

“Eigentlich nicht. Ich bin ein guter Mäusefänger. Mir liegen diese kleinen eher, als die große Beute. Ich hab nur keinen Hunger und es war mehr aus Langeweile und spaß. Warum sollte ich dann eine Maus töten, wenn ich nicht Hunger habe? Also laufenlassen oder ohne Absicht einfach zum Spaß haben in ihre Richtung. Aber ich hätte sie durchaus fangen können!“

Tatsächlich stimmte dies, Jharim war ein guter Mäusefänger, geübt darin denn es war die einzige Beute, die er machte. Ihr Bruder hatte es ihm ja mal wieder gezeigt, dass große Beute Gefahr bedeutete. Auch wenn er und Miska nicht richtig beteiligt waren, würde er nie wieder auf eine gemeinsame Jagt gehen. Er konnte sich gut von Mäusen und Hasen ernähren, jawohl!

Ihre Antwort auf seinen Satz, dass er auf Arland und Vater wartete verwirrte ihn. Bis Jharim begriff, dass sie ihn falsch verstanden hatte.

“Nein, stopp. Mein Vater wollte alleine mit Arland reden, ohne mich. Warum sollte ich mich nicht trauen, meinem Papa etwas zu sagen?“

natürlich würde er es aus Respekt niemals zu seinem Vater sagen, wenn andere dabei waren. Skeptisch betrachtete er nun die Fähe. Würde sie sich gegen Ranghöhere Wölfe stellen? War sie größenwahnsinnig? Eigentlich waren alle in seinen Augen größenwahnsinnig. Allesamt.
Unsicher betrachtete er ihre Pfoten, dann schweiften die blauen Augen zur Seite auf die Bäume.

Oh das würde er, denn wegen diesem blöden Rotauge – der ganz nebenbei auch noch seine Schwester von ihm fernhielt – geht der Träumer nicht mehr jagen. Das hätte so gut enden können, doch dieser dumme Wolf musste unbedingt den Macker und Helden spielen.
Kurz kniff Jharim die Augen zusammen und das Maul zu um nicht doch seine Meinung kund zu tun. Aber gegen diese Fähe hätte der Rüde eh keine Changse und so, schwieg er lieber.
Bis sie ihn aufforderte, einen Ort ohne Monster zu suchen. Etwas Aufregendes.

“Bis auf das Moor, gibt es hier nirgends Monster. Das Land ist un-aufregend. Ich bin un-aufregend, also bin ich wohl der Falsche, den du nach etwas aufregendes fragen solltest!

Was dachte sie denn, dass er ihr nun alle seine Lieblingsplätze zeigte, damit sie sich über ihn lächerlich machte? Es war hier alles sein zu Hause und deshalb alles sein Lieblingsplatz. Etwas bestimmtes hatte der Rüde nicht. Nicht ein Ort. Nur seine Familie und das Moor, welches er partout mied.

Seine Ohren glitten nach hinten und die Augen blickten überall hin nur nicht in die Nähe der dunklen. Es war schwer für ihn, sich mit etwas neuem zu beschäftigen, wenn er ständig im Hinterkopf daran dachte, ausgelacht oder nicht ernst genommen zu werden.
Der Grund, warum er gerne bei Miska und Arland war. Arland war der ruhige, stille und Miska ebenso.
Bei ihnen konnte er er sein, musste sich nicht verstellen. Sie nahmen ihn einfach hin und versuchten ihn nicht zu ändern. Auch seine Cousins waren klasse darin. Aber er war nun mal hier geboren und so kannten sie ihn auch.
Also kleinen, mickrigen, ängstlichen Welpen. Wobei als Welpe war er eher aufgeschlossen und neugierig. Zwar nicht so draufgängerisch aber immerhin aufgeschlossen. Heute war er darauf bedacht, sich auf etwas gemeines zu wappnen und konnte nicht mehr neugierig und offen durch den Tag laufen.
Vielleicht eines Tages, vielleicht wenn seine Träume Wirklichkeit werden würden.
17.05.2018 10:17
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all my heroes are dead and gone
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Onkel
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Onkel
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Beitritt 21.05.2013
auf der anderen Seite
Talvi
Seine Rute pendelte unentwegt, während er aufmerksam den Kopf hob und nach all den neuen Fährten schnupperte, die es hier zu entdecken gab. Gleichzeitig aber war er mit den Ohren bei Talvi, die von ihrer Tat ebenso überwältigt schien wie er selbst. Jetzt, wo sie vermeintlich außer Gefahr waren, war der Nordwind umso glücklicher, dieses Gefühl, diesen Triumph mit jemandem teilen zu können. In seiner Nase tummelten sich die Witterungen nur so - Kaninchen, Bisamratten, Karibus, Mäuse und Vögel, er meinte sogar, den Geruch des Fuchses ausmachen zu können, der ihnen von dieser Möglichkeit überhaupt erzählt hatte. Talvi allerdings war es, die wieder die Vernünftige von ihnen beiden war. Das Pendeln seiner Rute erstarb bei ihren Worten und er drehte sich langsam zu ihr herum. Auf seinen Zügen fand sich Mitgefühl ob ihrer Sorge - er teilte sie ja! - aber jetzt gerade wollte er sich den Moment nicht von Zweifeln zerfressen lassen. Vielleicht hatten sie gerade einen Weg gefunden, ihre Heimat nicht ganz aufgeben zu müssen. Wenn die Beute hier nicht mehr sicher war - wer wusste schon - vielleicht würde sie dann auch in ihren Teil des Landes zurückkehren? Es war zu früh, um aufzugeben.

"Wenn wir es geschafft haben, werden sie es auch können.", gab er zuversichtlich zurück. Man hörte ihm an, dass er sich nicht komplett sicher war, aber er wünschte es sich gerade mehr als alles andere. "Du hast doch selbst gesagt - er ist taffer als wir denken." Aufmunternd stubste er ihr gegen den Fang. "Wir sollten uns aber vielleicht erst einmal ein bisschen umsehen, bevor wir die anderen in Panik versetzen. Am Ende lohnt es sich vielleicht doch nicht, die Gefahr auf uns zu nehmen. Dann bleibt nur der Weg durch den Bergpass."

Tatsächlich hatte er auch keine Lust, sich jetzt zu melden und dann mit der Rüge im Nacken die Erkundung zu starten. Er hatte nämlich sicher nicht das Moor durchquert, um dann gleich wieder umzukehren, weil Nhimri - zu Recht - ziemlich wütend war. Er wollte etwas berichten können, was die Chancen erhellte, die sie hatten, wenn sie den Versuch gemeinsam wagten. Abwartend sah er Talvi an. Seinem Gesicht konnte man die ähnlichen Sorgen ansehen, doch er wollte nicht aufgeben. Erst, als etwas seitlich von ihnen im Gebüsch raschelte, wandte sich der Rüde um. Sein Blick fixierte den Punkt, an dem sich der Ursprung des Raschelns befand. Sein Fell stäubte sich ein wenig, doch er bemühte sich um Ruhe. Und dann schob etwas ein feines dunkles Näschen aus dem Unterholz. Die Ohren des Wolfs zuckten in die Höhe, während das schwarze Kaninchen - vollkommen frei von Scheu - etwa 5 Wolfslängen von ihnen entfernt aus dem Schutz trat und seelenruhig vor sich hin mümmelte. Bisher hatte er nur wildfarbene Kaninchen und Hasen gesehen. Aber außer dem untypischen Verhalten kam es ihm nicht wirklich auffällig vor. Sein Kopf neigte sich fragend zur Seite.
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17.05.2018 13:52
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Vater
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Beitritt 05.09.2013

Fenryn
Sekirei bemerkte, dass Fenryn sichtlich Mühe hatte, ihrem blöden Gedankenkarussell zu folgen. Ein scheinbar verwirrtes Funkeln hatte sich nämlich in seine sonst so vor selbstbewusstem Trotz glimmenden Augen gestohlen. Bei seiner Antwort konnte Sekirei nicht umhin, aus einer Mischung aus Hilflosigkeit und Belustigung zu schnaufen.

"Vielleicht ein bisschen", murmelte sie dann. "Ich weiß nicht, was hier momentan passiert, es ist alles so... verworren! Es ist so viel passiert!"

Und das war noch untertrieben. Sekireis Gedanken sprangen von Chetans Überkontrolle zu Wyakins Verlust zu Inyens Wutanfall und dann zu dem blöden Streit, den sie nur wegen Shaty mit Fenryn gehabt hatte. Auch dass Jharim die Sache mit Fenryn nicht gutzuheißen schien, machte dem Regenhauch das Leben schwer. Sie wollte nicht, dass sich eine Distanz zwischen den sonst so engen Geschwistern bildete, doch gleichzeitig konnte sie Jharims Problem nicht begreifen - und das wurmte sie zuzätzlich. Er fing fast schon so an wie sein Vater!

"Schön, dass du nicht sauer auf mich bist", murmelte Sekirei dann und fühlte sich richtig dämlich dabei, dass sie das so glücklich machte. Eine Weile scharrte sie unruhig mit den Vorderpfoten auf dem Boden, bevor sie sich zu einer Antwort auf Fenryns Frage hinreißen ließ, was denn los sei. Die Fähe verabscheute es abgrundtief, über ihre Gefühle zu sprechen; das war ihrer Meinung nach etwas, was man irgendwann ablegte, um dann ein selbstbewusster und normaler Requist zu sein. Doch scheinbar wollte Fenryn wirklich hören, was Sekirei bedrückte und das machte die Bachstelze ganz unruhig. Der Schneeschatten schien ehrlich besorgt, dass ihre Beziehung nicht den gewohnten Gang anstrebte, also hatte er auch das gleiche Gefühl wie Sekirei gehabt!

"Ich weiß nicht", wiederholte die Fähe zum dritten Mal und schüttelte noch einmal unentschlossen den Kopf. Das erste Mal, seit sie stehengeblieben waren, schaute sie ihn direkt an. "Ich weiß, dass das mit unserem Zoff letztens echt blöd war, aber ich hatte da wirklich das Gefühl, ihr würdet mich einfach nicht verstehen. Und Aeshatyr geht mir mit seinem plötzlichen Ach-so-erwachsen-und-neunmalklug echt übel auf die Nerven! Wenn er mich nur schief anguckt, könnte ich ihm in die Nase beißen!"

Sie schnaufte und zog die Nase kraus. Dass sie eventuell auch ein wenig eifersüchtig auf die enge Bindung zwischen den Rüden war, ließ sie geflissentlich weg. Das hätte die Fähe im Traum nicht ausgesprochen.
ten thousand miles apart
With the curtains drawn And a little last night on these sheets So how come when I reach out my fingers It seems like more than distance between us In this California king bed We're ten thousand miles apart I bet California wishing on these stars For your heart, for me
17.05.2018 18:03
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Nhimri
Die Fähe spürte Nhimris Anspannung bei deren Blick hinüber in Richtung des Moores. Nicht anders erging es der Grauen: Bei dem bloßen Hingucken standen ihr die Haare zu Berge. Auch wenn sie persönlich noch nicht dort war - sie hatte sich immer gut ferngehalten -, so merkte sie doch, dass dort eine unheilschwangere Aura herrschte.

Umso entsetzter war sie, als die Alpha davon sprach, durch das Moor gehen zu wollen. War sie denn von allen guten Geistern verlassen?! Einen Augenblick lang entglitt der Grauäugigen jeglicher gefasster Gesichtsausdruck und schiere Ungläubigkeit war zu sehen. Es war normalerweise schwierig, Rheeva aus der Fassung zu bringen, aber in letzter Zeit konnte das hier ansässige Rudel dies gut. Sie blinzelte ein paar Male, dann hatte sie sich wieder unter Kontrolle.

"Ja, das wie würde mich auch brennend interessieren", entgegnete sie und ein beißender, deutlich anzweifelnder Unterton war in ihrer Stimme zu vernehmen. "Die Alten, die Schwachen... Ihr bräuchtet eine Armee von Wölfen, um alle sicher durch diese Hölle zu bringen und alle zu beschützen."

Es alleine zu versuchen, schien Rheeva unmöglich. Die jüngeren könnten es vielleicht schaffen. Doch was war mit Miska, den Welpen? Würden sie als Opfer dieser hirnrissigen Unternehmung enden? Nhimris Lächeln stimmte das Grauauge nicht besonders gnädiger in ihrem Urteil. Vielleicht hatte der Verlust die Alpha in einen nahezu verzweifelten Wahnsinn getrieben, auch wenn sie recht zurechnungsfähig erschienen war bisher. Rheeva nahm sich vor, mit Kasatka über diese prekäre Situation zu sprechen.
19.05.2018 09:13
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» This is now, since and then
And this is where we unendingly
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Nhimri, Phelan, Qilvric Aelyr, Rheeva
Spielleitung für Phelan und Qilvric:

Das Eis des Gletschers blieb reglos, als sei nie etwas da gewesen, was nicht dort hingehört hatte.
Dafür regte sich etwas anderes im Wald zu ihrer Rechten und nach ein paar Augenblicken trat Talvi zwischen den Bäumen hervor.

"Hier seid ihr!" Sie ging nicht näher an die Zwei heran, sondern wandte sich gleich in die Richtung, aus der Phelan und Qilvric ursprünglich gekommen waren. "Schnell, wenn ihr dem Gletscher weiter nach Süden folgt, trefft ihr bald auf Arland und ein paar andere Wölfe. Wir haben einen Weg durch das Moor gefunden! Ich bin auf dem Weg den anderen Bescheid zu geben, dann treffen wir uns alle am Moorrand."

Sie warf den beiden ein aufgeregtes und motiviertes Lächeln zu und verschwand dann schon wieder eiligen Schrittes Richtung See.



SL für Nhimri und Rheeva:

Wenig später lief ein weiterer Wolf aus dem Wald im Süden des Reviers hinaus und steuerte über die Wiese auf die Leitwölfin und ihre Begleitung zu. Einige Wolfslängen von ihnen entfernt blieb Inyen stehen, völlig außer Atem.

"Wir haben einen Weg durch das Moor gefunden! Kommt mit, das müsst ihr euch ansehen - es ist so einfach - ruft den Rest zusammen!"

Ohne auf eine Reaktion zu warten wandte sich Inyen um und rannte wieder gen Moor. Am Waldrand blieb er jedoch stehen und blickte wartend zurück.
19.05.2018 12:26
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» Oh sweet leaf
Has your time come?
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Aeshatyr, Kasatka, Venari
Motomos Lächeln wurde ein bisschen breiter, ein bisschen echter, als Venari seine Bezeichnung für Arland wiederholte und lachte. Seine Tochter hatte das allerschönste Lachen. Ihr Lachen war wie Sonnenschein, denn es war immer warm, immer hell und immer fröhlich. Niemand anderes lachte so, wie sie. Der alte Graue zuckte mit den Achseln, als sie fragte, ob Arlands Fell denn nass gewesen wäre. Wenn er von Fischen gerettet worden wäre, wäre das natürlich eine logische Schlussfolgerung gewesen. Motomo sah im Gesicht seiner Tochter und ihrem Blick, der nirgendwo hin ging, dass sie über noch mehr nachdachte. Und es wunderte ihn kaum, dass sie dann etwas sagte, das in keinem Zusammenhang stand. Er hatte gelernt, dass Venari oft nicht unterscheiden konnte, ob sie etwas laut aussprach, oder nur dachte. Oder vielleicht der Meinung war, dass man ihre Gedanken hören konnte.

„Das ist schön,“ versicherte er seiner Tochter und streckte die alten Zehen an seinen Vorderpfoten ein wenig.

Als sie plötzlich sagte, dass sie nach noch mehr Neuem suchen sollten und ihn fragte, ob er lieber liegen bleiben wollte, drehten sich seine Ohren ein wenig zur Seite. Er hob den Kopf nach dem kurzen, feuchten Nasenstupser und schien seine Gliedmaßen erst befragen zu müssen, ob er überhaupt aufstehen konnte. Langsam drückte er seine Vorderläufe durch und hievte seinen Oberkörper in eine sitzende Position.

„Wo möchtest du denn suchen?“

Er hoffte immer noch, dass es kein Synonym dafür war, dass Venari die Welt außerhalb des Tals erkunden wollte.
Venari hatte noch nicht einmal geantwortet, da drang Aeshatyrs Stimme an seine Ohren und er drehte den Kopf herum. Das Nachtfell runzelte ein wenig überrascht die Stirn, als Nhimris Jungspund zu ihnen gelaufen kam – ausgerechnet mit Kasatka im Schlepptau. Ein Kasatka der nicht begeistert aussah, allerdings wusste Motomo auch nicht, ob der Schwarze überhaupt für irgendetwas Begeisterung empfinden konnte. Und wenn, wie er sie zum Ausdruck brachte. Und Kasatka suchte … Arland?
Es hätte etwas Komisches gehabt, wie die ungleichen Rüden ihn beide auf ihre Art hilfesuchend anblickten, aus gegensätzlichst zueinanderpassensten Gründen. Leider tat sich Motomo mit Humor im Moment noch ein bisschen schwer.

„Was möchtest du denn von Arland?“, fragte der Alte zuerst, ohne Shatyrs Frage zu beantworten – er konnte ihm im Grunde genommen auch keine geben, er wusste nicht wo Arland war – und beäugte Kasatka ein wenig kritisch. Sein Schwiegersohn war nach wie vor ein empfindliches Thema für so viele und er konnte den Drang ihn in Schutz zu nehmen nicht abstellen.
19.05.2018 13:02
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Arland, Yrael
Auf dem Weg zum Gletscher
Chetans Ohren richteten sich erwartungsvoll nach vorn. Denn was er auf seinen Vorschlag erhielt, war kein vehementes Kopfschütteln, kein 'nein' oder 'da ist nichts', sondern nachdenkliche Stille, ein abwägendes 'vielleicht'. Und das reichte dem Altrüden beinahe schon als Antwort. Einen Weg durch den Gletscher mochte Arland nicht kennen. Aber zumindest einen ersten Anhaltspunkt, von dem er zumindest zu glauben schien, dass er in eine neue Richtung führte. Irgendeine Richtung. Vorwärts. Was fehlte, war nur der letzte, kleine Ruck, um das Wagnis einzugehen. Chetan war dafür längst bereit – doch ohne den Geisterfang bestand nur geringe Aussicht auf Erfolg.
Die Anspannung kribbelte unter seiner Haut. Wie elektrisiert stellte sich das grau melierte Fell des Habichts auf, allerdings ohne ihn auf irgendeine Art und Weise bedrohlich wirken zu lassen. Yraels Stimme erklang rau und fragend neben ihm, schien seinen Vater zu einer Entscheidung bewegen zu wollen. Doch der hatte den Blick von den beiden Rangwölfen abgewandt und starrte in die Richtung, die Chetan zuvor instinktiv eingeschlagen hatte. Eine Geste, die dem Altwolf Hoffnung gab. Hoffnung darauf, dass dort zumindest etwas war, das zu untersuchen sich lohnte.

Dann löste Arland sich wieder vom Gletscher, sah zurück. Und nickte.
Chetan verzog die Lefzen zu einem entschlossenen Lächeln. Er war erschöpft. Seine Muskeln sehnten sich nach einem erholenden Mittagsschläfchen, sein Geist wünschte sich den Frieden eines sicheren Tals und die Leichtigkeit einfacher Entscheidungen. Beides fehlte schon zu lange. Doch an dieser Stelle weigerte sich sein stoischer Charakter, auch nur einem davon nachzugeben. Er zögerte also nicht, als er Arlands Blick fest erwiderte und ebenso entschlossen nickte. Eine Antwort sowohl auf die Bereitwilligkeit des Geisterfangs, sie zu führen, als auch auf Yraels geradezu vorsichtige Frage. Damit war es also beschlossen.

Dann lasst es uns versuchen.

Für einen kurzen Moment richtete er den zuversichtlichen Blick auf den jungen Beta. Selbst wenn es keine Möglichkeit gab, das Moor zu überwinden – zumindest nicht auf diesem Weg hier – so fanden sie vielleicht ein bisschen mehr über das Geheimnis namens Arland heraus. Vielleicht fanden sie heraus, was Yraels Vater zugestoßen sein mochte, nachdem sie ihn am Gletscher verloren glaubten. Das zumindest hoffte er für den jüngeren Rüden.

Du läufst vor, Arland. Wir folgen dir.“, wies er den Hellen an, nachdem er sich bereits in die Richtung gewandt hatte, in die der Geisterfang bis eben geschaut hatte und sich dabei die größte Mühe gab, nicht allzu viel der jugendlichen Aufregung durchblicken zu lassen, die ihn plötzlich bis in die Rutenspitze erfüllte. Dabei waren solche Rätsel ganz bestimmt nichts mehr für sein Alter.
20.05.2018 17:08
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