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Grndung:    01.09.2013
16 Rden, 15 Fhen, davon 4 Welpen

Gesuche

Momentan sind 4 Charaktere ohne Spieler

Yeirah ♀, Kilarny ♀, Aivi ♀ und Laren ♂ suchen neue Besitzer. Solltet ihr Interesse daran haben, einen Charakter zu bernehmen, schaut hier vorbei.

25. April 800
lauer Tag . wenige Wolken . kein Wind . 11C

Zwei Wochen sind seit Fenryns Unfall vergangen. So viele neue Informationen der Tag dem Rudel trotz des Unglcks auch brachte, die meisten Wlfe konnten in dieser Zeit nicht mehr tun, als ber sie nachzudenken und sich weiter zu sorgen. Zu Taten war noch keiner bereit, oder hatte berhaupt Zeit dazu. Fenryn musste versorgt werden und dann wurde pltzlich auch Kelaya immer schwcher. Als sie nach ein paar Tagen schlielich nicht einmal mehr aufstehen konnte, wusste das Rudel, was es zu bedeuten hatte. Vor fnf Tagen ist Kelaya schlielich gestorben. Die Stimmung im Rudel ist gedrckt. Trauer gemischt mit Sorge und Angst um die Zukunft hngten ber dem Rudel. Obwohl der Frhling normalerweise eine beutereiche Jahreszeit ist, scheinen die Wlder und Wiesen wie leergefegt. Es wird langsam offensichtlich, dass sich das Wild die unsichtbare Wolfsschutzbarriere durch das Moor zu Nutze macht und den von Wlfen bewohnten Teil des Tals meidet.

Diese User drfen nach dem Ermessen des Wartenden bersprungen werden.

Rheeva seit: 20 Tagen
Sekirei seit: 14 Tagen
Motomo seit: 12 Tagen
Telayne seit: 10 Tagen
Calrin Ecl seit: 8 Tagen


Achtung, Moto spielt wieder am Forum rum! Wenn Dinge komisch aussehen: es wird daran gearbeitet!
Echoes of Yesterdays   Rollenspiel Dmmergrau VII. Gratwanderungen
Seiten (6): [1] 2 3 4 5 nächste » ... letzte »
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This is now, since and then
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Beitritt 08.04.2013


Die Gefahr an jenem Tag hatte sich zum Glck doch nicht als so gefhrlich herausgestellt, wie die unwissenden Wlfe zuerst befrchtet hatten jedenfalls auf das ganze Rudel bezogen. Ein paar von ihnen waren mglicherweise sogar etwas ber den Alarm verrgert, als sich herausstellte, dass berhaupt nichts mehr drohte, sondern im Grunde genommen nur ein selbstverschuldeter Unfall bei der Jagd passiert war.

Noch bevor es die Gruppe um den verletzten Fenryn wieder zum Rudel geschafft hatte, waren Nhimri von Miska und Jharim darber aufgeklrt worden, was passiert war. Zusammen mit Calrin und Khalysa, die gerade bei ihr gewesen waren, kamen sie dem Jagdtrupp entgegen. Whrend sich Calrin und Khalysa anschlossen, um Inyen und Aeshatyr dabei zu helfen Fenryn zu sttzen, liefen Yrael und Sejuani mit Nhimri noch einmal zur Unfallstelle zurck.
Dort lungerte auch immer noch der zerzauste Fuchs herum und besttigte, was er den anderen bereits gesagt hatte: Die scharfzahnigen Tiere aus dem Moor wrden nur andere Raubtiere attackieren und reien. Unter Seinesgleichen und anderen kleineren Raubtieren wie Wildkatzen und Luchsen war dies lngst verbreitetes Wissen und als solches nutzte man gerne die Taktik sich mitten unter die Karibuherde zu mischen, um auf die andere Seite zu gelangen. Ob sie sich denn noch nie gefragt htten, warum es im Revier der Wlfe kaum konkurrierende Beutegreifer gbe. Das Tal hinter dem Sumpf wre viel weiter und grer als der kleine Teil den die Wlfe ihr Eigen nannten und bot weit mehr, weshalb die meisten es bevorzugten dort zu leben. Warum er auf dieser Seite war? Er war vor ein paar Wochen beim berqueren von seiner Gefhrtin und ihren zwei Jungtieren getrennt worden. Aber er fand sie nicht mehr.

Fenryn hatte es schwer erwischt. Er konnte zwar mit groer Mhe bei halbem Bewusstsein und auf seinen Pfoten bleiben, aber das Sprechen wollte nicht mehr funktionieren. Irgendwie schafften die Wlfe es nach einem langsamen, von vielen Pausen bestckten Marsch ihn zurck zum Rastplatz am See zu bringen. Dort wrde er die nchsten Tage bleiben und sich kaum bewegen knnen, geplagt von starken Kopfschmerzen, belkeit und Lichtempfindlichkeit. Immerhin konnte er schon nach zwei Tagen wieder einigermaen problemlos sprechen. Er konnte sich zwar nicht mehr an den Unfall und wie es zu ihm gekommen war erinnern, aber sonst schien er wenigstens keine greren Gedchtnisschden erlitten zu haben.

ber die nchste Woche bahnte sich noch ein ganz anderes Unglck an. Leise und zuerst ganz unauffllig. Anfangs fhlte sich Kelaya einfach schlapp, wie als htte sie die Krankheit doch noch nicht ganz auskuriert. Doch mit jedem weiteren Tag konnte sie weniger laufen und wurde schneller viel zu mde. Bis sie einfach nicht mehr aufstand und lieber liegen blieb. Und dann wurde auch dem Rudel klar, was diese Anzeichen bedeuteten, hatten sie diese doch erst Monate zuvor bei ihrem alten Leitwolf Elayns beobachten knnen. Bis zum Schluss blieb sie von da an in konstanter Gesellschaft. Manche Wlfe wie ihre Shne und Motomo weichten ihr kaum von der Seite.
In den Abendstunden des 20. Aprils schlief Kelaya ein und wachte nicht mehr auf.

Die Sache um den Fuchs und was er ihnen erzhlt hatte war in der Zeit vllig in den Hintergrund geraten. Nhimri hatte zwar mit Chetan darber gesprochen und das Wort war durch die anderen Wlfe, die davon gehrt hatten durchs Rudel gewandert, aber im Moment spielte es keine groe Rolle. Ob sie berhaupt etwas mit der Information anfangen wrden, wrde sich zeigen.

Einige Tage nach Kelayas Tod verabschiedete sich Laren vom Rudel, um das Tal fr eine unbestimmte Zeit zu verlassen. Es war seine Art mit dem Verlust seiner Mutter umzugehen und Yhevorys, dem diese Art von Verlust auch noch zu vertraut war, schloss sich ihm an. Sie gaben an die Augen nach einem Platz offen halten zu wollen, an den das Rudel ziehen knnte, sollten die Ereignisse im Tal letztendlich doch noch untragbar werden.

Mittlerweile ist der 25. April und etwa zwei Wochen sind seit Fenryns Unfall vergangen. Es ist ein lauer Tag. Allgemein werden die Tage langsam wrmer. Fr viele andere Sugetiere allen voran den Beutetieren beginnt die Zeit, in der neues Leben zur Welt kommt. Doch dieses Jahr scheinen die Wlder und Wiesen wie leergefegt. Es wird langsam offensichtlich, dass sich das Wild die unsichtbare Wolfsschutzbarriere durch das Moor zu Nutze macht und den von Wlfen bewohnten Teil des Tals meidet.
20.11.2017 16:58
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The Dark before the Dawn
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Beitritt 27.05.2013


Anspielbar
Vorsichtig lie Nhimri den Kopf sinken, hielt die grnen Augen jedoch aufmerksam geffnet. Es war Nichts passiert, was das Rudel ernsthaft in Gefahr gebracht hatte. Kelayas Tod... er zerri auch der dunklen Fhe das Herz, aber das war ein Schmerz, mit dem jeder von ihnen leben konnte. Musste. Der Tod der alten Fhe hatte Nhimri immer wieder zu Miska getrieben. Sie wollte sehen, wie es dem alten Rden erging, jedes Mal von der Angst beflgelt, ihn schwchelnd und krank vor zu finden. Genauso hatten ihre Pfoten oft den Weg zu Fenryn gefunden und immerhin befand sich der junge Rde auf dem Weg der Besserung. Und dennoch hatte Nhimri immer wieder das Gefhl, man wolle ihnen keinerlei Zeit zu heilen gnnen. Die Requistin fhlte sich, als ob sie nicht rasten durfte, nicht zur Ruhe kommen. Ein Verlust nach dem Anderen und wieder traf es sie. Sie htte alles dafr gegeben, sich Yhevorys wieder anzunhern, ihm die Mutter zu sein, die er verdiente. Und nun? Er hatte Laren begleitet, das Tal verlassen. Und so sehr sich Nhimri dagegen wehrte, in ihr loderte dennoch die kleine Flamme der Selbstzweifel. Hatte es mit ihr zu tun? Die Beziehung zu ihrem Sohn war mit dem Tod seines Vaters noch schlechter geworden, sie hatte nicht zu ihm durchdringen knnen. Und nach wie vor verstand sie es nicht. Was war schief gelaufen, wieso verhielt er sich so distanziert? Alles Fragen, deren Antwort sich nun erst einmal nicht mehr beantworten lassen wrden. Vielleicht, wenn er zu Ihnen zurck kam... wenn. Einen Moment hatte die Dunkle gezgert, berlegt, ihn aufzuhalten. Aber was htte es gebracht? Also hatte sie ihn schweren Herzens ziehen lassen, versuchte sich jeden Tag auf andere Art einfach von diesem nagenden Gedanken abzulenken. Mit migem Erfolg.
Auch in diesem Moment stand ihr Denken nicht still, immer wieder kreisten ihre Gedanken um all das. Die dunkle Wlfin hatte sich auf einen Stein gelegt, die Rute eng an den Krper geschlungen und den Blick in die Richtung des Moores. Die Worte des Fuchses schienen ihr immer wieder im Kopf wider zu hallen. Ihr Tal war weitlufiger, grer. Hinter dem Moor. Es gab so viel, worber Nhimri nachdachte, was sie einfach nicht aus ihrem Kopf bekam. Und so sehr sich ihr Krper auch der bloen Erwhnung des Moors anspannte so gerne htte sie die Welt dahinter gesehen. Aber... wie? Wie sollten sie diesen Ort erreichen, ohne sich der Gefahr des Moors noch einmal zu stellen? Gab es einen anderen Weg, wenn ja, wo? Ein leises Brummen drang aus der Kehle der Dunklen, ehe sie sich zur Seite fallen lie, die Pfoten von sich weg streckte und einen Moment die Augen schloss. Sie wollte doch einfach nur wieder Ruhe in ihre Reihen bringen. Und doch drehte sie sich genau bei diesem Punkt seit so langer Zeit im Kreis.
20.11.2017 18:36
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Beitritt 11.02.2016

Nhimri
Mit schwerflligem Gang, aber hoch aufgerichtetem Rumpf stakste Rheeva auf die Felsen zu, auf denen die Alpha des anderen Rudels lag. Klein, nachdenklich und vor allem traurig sah das Nachtfell aus, wie sie fast zusammengerollt dalag, die Rute wie ein beruhigendes Kissen um sich. Der junge Stern konnte es so gut nachvollziehen, das Gefhl der Trauer und der Angst, das sie in dem Moment ergriffen hatte, in dem sie das Heulen hrte; nur kurz danach hatte sie Fenryns geschundenen Krper erblickt und war vllig auer sich vor Sorge um ihren Verwandten gewesen. Gleichzeitig erwischte sie sich immer wieder dabei, dass sie wtend auf den Rden war, weil sie ber die Umstnde seines Unfalls natrlich auch unterrichtet worden war - die Nachricht hatte sich wie ein Lauffeuer zwischen den Wlfen verbreitet. Dummkopf!, schalt sie ihn immer wieder. Es musste ja irgendwann etwas passieren! Bei Fenryns Unvorsicht und voreiligem Handeln htte es wesentlich frher zu solch einem Ereignis kommen mssen, doch nun rief Rheeva die Mchte der Natur an, schnell eine Verbesserung zu bewirken.

Dass sie aufgrund der Umstnde nicht aus dem Tal gehen konnten, verstand sich von selbst, auch wenn Rheeva eine leise Hoffnung gehegt hatte, dass sie mithilfe von Kasatka die anderen zur Umkehr oder zumindest zum Weiterziehen htte bringen knnen. Doch die Sorge um den Tunichtgut hielt alle an Ort und Stelle, ein Umstand, der die Sturmwolke zur Rastlosigkeit und zum Grbeln anhielt. Wenn sie nicht bei Fenryn war, lief sie auf und ab, dachte ber mgliche Orte zum Weiterziehen nach und sprach nicht viel mit den anderen. Kelayas Davonscheiden lie die Fhe ungleich aufgewhlter zurck, aber entgegen ihres sonstigen so geselligen Typen zog es die Fhe vor, danach allein zu sein; einzig zum Schlafen schmiegte sie sich eng an die ihr vertrauten Wlfe, um ein wenig Wrme und Gemeinschaftsgefhl zu erhaschen. Kaum ein Wort hatte die Sturmwolke in den letzten Tagen verloren, rauh erklang ihre Stimme, als sie nun zu Nhimri trat.

"Es tut mir leid fr euren Verlust."

Ohne eine Einladung abzuwarten, aber mit angedeutetem Respekt in ihrer Krpersprache, lie sich die graue Fhe auf den Fels unter ihr nieder, die grauen Iriden auf Nhimris sorgenvolles Gesicht gerichtet. Kurz blickte sie wie das Nachtfell zuvor auf das Moor, bevor sie wieder, leise und sanft dieses Mal, sprach:

"Es ist fr uns alle nicht leicht momentan. Wir mssen uns darauf konzentrieren, nach vorne zu gehen und neue Wege zu gehen, wo bisher keine waren."

Der Kernpunkt aller berlegungen der letzten Tage steckte in Rheevas Aussage: Sie mussten hier fort. Denn das angestammte Rudel litt unter diesem Gebiet, Rheevas Vertraute waren hier nicht sicher, keiner hatte im vergangenen Monat, seit sie hier angekommen war, auch nur den Eindruck eines gut gelaunten oder sogar unbeschwerten Requisten gemacht. Die Welt war gro, wie Rheeva hatte feststellen knnen. Gro und weit und voller Mglichkeiten. In ihrem Herzen wusste die Fhe es ganz genau: Wrden sie von hier fort gehen, knnte sie sich wieder sicher und geborgen fhlen, msste nicht mehr in Angst um ihre Familie leben. Dieses Gefhl wollte sie fr sich, wollte sie fr all diese Wlfe, Freunde wie Bekannte.
20.11.2017 19:13
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Beitritt 02.03.2014

Sekirei
Fenryn trabte am sdlichen Seeufer entlang. Sein Gang wirkte zielstrebig, aber sein suchender Blick verriet, dass er sein angestrebtes Ziel noch nicht gefunden hatte. Mehr ein Vorhaben, dass der Umsetzung harrte. Bei Fenryns Verwandschaft htten jetzt vorsorglich alle Alarmglocken geschrillt, aber gerade schien ein jeder von ihnen mit eigenen Angelegenheiten beschftigt zu sein, oder war schlicht auer Sicht. Im Grunde wren smtliche Sorgen auch unbegrndet gewesen, denn selbst der Schneeschatten fhlte sich noch nicht vllig wieder hergestellt und wusste im Grunde seines Herzens, dass er noch nicht wieder fit genug fr Abenteuer war. Allerdings htte Kasatka zu so einer Behauptung nur geschnaubt und nchtern festgestellt, dass Fenryn selbst halbtot noch eine Gefahr fr sich selbst darstellte... Eigentlich war es regelrecht verwunderlich, dass ihm nicht erneut ein Aufpasser auf den Hals gehetzt worden war, aber vielleicht hatten gewisse Wlfe auch einfach endlich begriffen, dass es sinnlos war, jemand anderes Zeit damit zu verschwenden ihn beschatten zu wollen. Fenryn schmunzelte bei dem Gedanken.
Whrend sein suchender Blick umher strich, musste er immer wieder Blinzeln, wenn der See in sein Blickfeld rckte. Die Sonne glitzerte geradezu grell auf der leicht gewellte Wasseroberflche und stach ihm in die Augen. Das geschah zum Glck nicht mehr so hufig wie kurz nach seinem Unfall, aber die Kombination aus Wasser und Licht hatte immernoch diesen fast schmerzlichen Effekt auf ihn. Und wenn er seine Augen derartig anstrengte, tat schnell auch seine Stirnwunde wieder weh. Der ehemals klaffende Schlitz war immernoch gut zu sehen, aber er schien auch problemlos zu verheilen. Eine Narbe wrde vermutlich dennoch zurck bleiben, und Fenryn war sogar ein wenig stolz darauf. Tatschlich wnschte er sich sehr, sich genauer an seinen Unfall erinnern zu knnen, aber fr ihn brach die Jagd einfach kurz nach ihrem Beginn ab. Alles danach waren wiren Bild- und Geruschfetzen, die er nicht festhalten konnte. Was passiert war, hatten ihm die anderen aus ihren Perspektiven geschildert, auch, wie er zurck zum Rudelplatz gekommen war, wo seine eigenen Erinnerungen irgendwann wieder einsetzten. Die ersten Tage waren schlimm gewesen, aber inzwischen waren auch sie schon mehr Teil einer spannenden Geschichte als eine schlechte Erfahrung.
Ein Lcheln schlich sich auf seine Lefzen, als er schlielich Sekirei erblickte, und aus Suchen endlich Finden wurde. Er beschleunigte seinen Schritt etwas, und ein wenig war schon wieder die fr ihn typisch tnzelnde Gangart erkennbar.

"Hey, Seki!"
20.11.2017 19:17
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My head's a hurricane; it moves in waves
A perfect storm that keeps me wide awake
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Beitritt 01.09.2013

Kasatka
Aeshatyr wnschte sich ein Leben in einer Blase, die gerade so gro war, dass er genug Platz und Luft zum atmen hatte. Diese Blase wrde dann alles abprallen lassen, so dass nichts mehr an ihn herankam. Doch der Requist hatte keine natrliche Schutzmauer um ihn herum schweben und so trafen ihn alle Ereignisse wie ein Schlag in die Magengrube. Das Ableben von Kelaya riss seine alten Wunden auf, wie ein Pflaster, dass man nur ganz langsam lste. Schmerzhaft. Fenryns Unfall und sein langer Kampf auf dem Weg zur Besserung versetzte ihn in einen solchen Schock, dass er lange Zeit glaubte, seinen Verstand zu verlieren. Ununterbrochen war der Rde an der Seite seines Freundes gewesen, hatte ausgeharrt auf dem Weg seiner Genesung und sich geweigert ihn zu verlassen. Dass er gebraucht wurde und eine Aufgabe hatte, lenkte zwar auf einer Seite ab, bot ihm aber auch gleichzeitig so unendlich viel Zeit, dass seine Gedanken ihn zu erdrcken schienen. Und genau zu diesem Zeitpunkt, an dem Aeshatyr seine Anwesenheit so gebraucht htte, entschied sich sein Bruder ihn zu verlassen. Der Zorn und die Trauer vermischten sich zu einer so giftigen Textur, dass es den Dunklen fast zerbrach. Die Tage vergingen und er schien sich kaum von den Geschehnissen zu erholen. Nur mit Mh und Not berstand er die Zeit ohne durchzudrehen. Er fhlte sich erschlagen und so sehr er das Alleinsein genossen hatte, so lechzte er jetzt nach Zuflucht und eventuell nach einer starken Schulter. Seine meergrnen Augen schweiften ber die Talebenen und blieben schlielich an seiner Mutter kleben, deren Blick in die Ferne glitt. Schon wollte er sich auf den Weg machen, da bemerkte er, wie sie Gesellschaft bekam. Der Requist sehnte sich nach Nhimri, wollte ihr aber unter vier Augen begegnen. Schlielich erfasste Kasatka seine Aufmerksamkeit. Der dunkle Rde wirkte genau so einsam, wie Shatyr sich gerade fhlte. Und da setzten sich seine groen Pfoten auch schon in Bewegung, ohne gro nachzudenken. Das hohe Gras fing die Hrte seines Schrittes ab wie eine Schneedecke und so war er fast lautlos unterwegs. Erst als er sein Ziel schon fast erreicht hatte, wurde ihm bewusst, wie wenig Kontakt er erst mit dem Nachtfell hatte. Die Berhrpunkte der Beiden stellten einen berraschend groen Kontrast dar zu denen von ihm und seinen Bruder, dessen Nhe er ja so gut wie ununterbrochen suchte. So kam es dann auch, dass der Knig des stndigen Geplappers die Worte fehlen. Denn was sagte man zu einem Fremden, der jetzt aber trotzdem irgendwie als trstende Schulter fungieren sollte?

"h. Hi. Gut, dass es Fenryn wieder besser geht, oder? Die Narbe auf seiner Stirn ist aber erstaunlich cool und er und ich sind mchtig stolz drauf", faselte er. Erst nach Aussprechen des letzten Wortes wurde ihm bewusst, dass es eventuell nicht ganz so schlau gewesen ist, dem Bruder so etwas zu sagen.
*We are the warriors

In youth, you lay, awake at night and scheme Of all the things that you would change, But it was just a dream! The time will come, when you'll have to rise Above the best, and prove yourself, Your spirit never dies!Farewell, I've gone, to take my throne Above, don't weep for me Cause this will be the labor of my love
20.11.2017 19:48
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The Dark before the Dawn
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Nichte
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Beitritt 27.05.2013

Rheeva
Wie lange lag sie nun schon auf diesem Stein, tankte ein bisschen Energie vom wrmer werdenden Sonnenlicht? Nhimri hatte in diesem Moment kein Gefhl fr Zeit, und auch die Gerusche um sie herum waren mehr dumpfe Hintergrundgerusche. Nichts, worauf sie achtete. Lediglich der Geruch kndigte die jngere Fhe an, lie die Ohren der Dunklen kurz durch die Luft schnippen. Aber erst als Rheeva bei ihr war hob sie langsam den Kopf, richtete sich wieder ein wenig auf und musterte die andere Fhe, whrend ihre Rute langsam, begrend durch die Luft schwang. Ein Lcheln legte sich auf ihre Lefzen, mde, dennoch dankbar. Ein sachtes Nicken galt der grauen Fhe.

Danke... aber es trstet ein wenig, dass sie im Kreise ihrer Familie eingeschlafen ist.

In ihren Worten schwang ein leiser, bitterer Ton mit. Aber sie war, was das anging, wirklich froh fr Kelaya. Sie wachte jetzt sicher ber sie alle genau wie ihre eigenen Eltern. Und Wyakin. Mit diesem aufkommenden, stechenden Gedanken, schloss die Dunkle einen Herzschlag die Augen, erwiderte dann den Blick aus den grauen Augen, die einen Moment auf ihr ruhten. Auf die weiteren Worte der Anderen lachte Nhimri leise hin, nickte dann zustimmend. Neue Wege gehen... so leicht gesagt, so schwer umzusetzen. Ein leises, berlegendes Brummen, ehe sich die Requistin erhob, sich so gut es auf diesem engen Raum ging, streckte und mit einem Satz von diesem Stein hinab sprang, direkt an Rheevas Seite. Noch einmal schwang ihre Rute durch durch die Luft, ehe die grnen Augen sich wieder in die Richtung des Moors wandten. Neue Wege.

Und was glaubst du, was der richtige Weg wre?

Ehrliches Interesse lag in ihrer Stimme, mit dem letzten Wort suchte ihr aufmerksamer Blick des ihres Gegenbers. Es wrde sicher nicht schaden, viele Blickwinkel zu hren, an verschiedenen Ideen zu arbeiten. Und wenn die kleine Gruppe beim Rudel blieb wonach es bisher aussah dann wrden sie auch in jede Entscheidung mit einbezogen werden.
20.11.2017 21:03
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Ain't No Rest for the Wicked
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Beitritt 27.04.2015

Aeshatyr
Die letzten Tage mochten auf den ersten Blick recht ereignislos erscheinen vor allem in Vergleich zu dem Trubel zuvor. Sein Streit mit Airin und Fenryns Verletzung saen ihm noch immer schwer in den Knochen. Hauptschlich wohl, weil beide Ereignisse lange Schatten auf seine Zukunft warfen. Die Auseinandersetzung mit seiner Gefhrtin hatte ein Gesprch nach sich gezogen, das sie beide vor viele Fragen stellte, die weder er noch sie aktuell zu beantworten wussten. Und so lange sie keine Antworten gefunden hatten, blieb es wohl so, wie es gerade war. Er versuchte so normal wie mglich mit ihr umzugehen, gerade den Welpen, aber natrlich auch ihr selbst zuliebe. Doch ihm war trotzdem eine gewisse Vorsicht und Unsicherheit anzumerken etwas, das ihm nicht behagte, weshalb er nicht allzu hufig in direkter Nhe der hellen Fhe zu finden war, wenn es nicht sein musste.
Der Unfall seines Bruders hatte ihn auf eine ganz andere Art erschttert. Schon oft hatte man ihn knurren hren, dass der Nichtsnutz sich noch einmal umbringen wrde, doch bisher war er immer irgendwie davon gekommen. Diesmal hatte er sich wirklich ernsthaft verletzt und war dem Kern der provozierenden Sticheleien so nahe gekommen, dass es selbst seinem Bruder die schlecht gelaunten Kommentare im Hals stecken lie.
Der groe Nachtschatten hatte weder gefressen, noch geschlafen, so lange der Zustand seines Bruders ungewiss schien. Zwar war er ihm nicht auf die Pelle gerckt, wie manch anderer Requist, doch er hatte sich stets in unmittelbarer Nhe gehalten und war in unregelmigen Abstnden nher gekommen, um nach ihm zu sehen. Es war eine ungewohnte Art der Zuwendung, die der Dunkle vor allem dann nicht zugeben wollte, wenn man ihn darauf ansprach. Doch er konnte die Sorge um Fenryn auch nicht hinter dem Vorwand verbergen, ihm eine ordentliche Standpauke verpassen zu wollen, sobald es sein Zustand zulassen wrde auch wenn er es natrlich versuchte.
Sobald es dem Schneeschatten dann besser zu gehen schien, war die Erleichterung darber zu gro, als dass Kasatka sich tatschlich dazu htte hinreien lassen, ihm wirklich das Fell ber die Ohren zu ziehen. Diese Tatsache allein sprach wohl schon dafr, wie besorgt der massige Wolf eigentlich um ihn gewesen war. Trotzdem lie er ihn natrlich immer wieder wissen, fr wie unfhig er ihn hielt, wenn er nach ihm sah. Und das war in den letzten Tagen zwar nicht mehr ganz so hufig, die noch in den ersten Nchten, aber immer noch hufiger, als er unter anderen Umstnden seine Nhe gesucht htte.

Wenn er also nicht gerade nach Fenryn sah, oder seine Welpen htete und sich vermehrt darum bemhte, das Rudel besser kennen zu lernen, konnte man ihn immer noch hufig allein herumlungern sehen, grbelnd in seine Gedanken zurck gezogen so wie jetzt. Er hatte sich auf die Hinterlufe sinken lassen und den Blick auf einen unbestimmten Punkt in die Ferne gerichtet, whrend er ber die Zukunft nachdachte, als sich ein Schatten auf ihn zu bewegte. Aus dem Augenwinkel nahm er die Bewegung wahr und senkte den Blick auf den jungen Wolf, der sich ihm nherte. Aeshatyr., begrte er ihn ein wenig brummig. Er wurde besser mit den Namen. Konnte aber auch daran liegen, dass er mit dem Burschen hier jetzt mehr zu tun hatte, weil er seinem Bruder quasi kaum von der Seite gewichen war. Mehr wusste er aber auch nicht ber den Sohn der Alpha. Wieso auch? Whrend der also losplapperte, musterte er ihn. Erst misstrauisch (was wollte er ausgerechnet von ihm?), dann berrascht (er schien sich wirklich mit ihm unterhalten zu wollen), dann unglubig (er war bittewas?). Seine Miene schien sich kurzzeitig aufgehellt zu haben, verdsterte sich aber ebenso schnell wieder.

Wiebitte?!, entfuhr es ihm ungehalten und er konnte das Knurren gerade so in seiner Kehle halten, whrend er den Jungspund ein wenig entrsteter fixierte. Euch ist klar, dass er htte sterben knnen, richtig?

Er presste die Worte zwischen knirschenden Zhnen hervor, die Ohren zornig nach hinten schnippend. Fenryn war also stolz auf seine Narbe, ja? Na das wrde er ihm schon noch austreiben! STOLZ! Darauf, dass er so dumm gewesen war, sich beinahe selbst umzubringen. Kasakta konnte es kaum fassen und beschloss spontan, dass die Schonfrist fr den Tunichtgut mit sofortiger Wirkung aufgehoben war. Wenn er ihn das nchste Mal zu fassen bekam, wrde er ihm das Fell ber die Ohren ziehen!
Er konnte sich nicht wirklich einen Reim darauf machen, weshalb dieser berdimensionale Welpenkopf hier auf die Idee gekommen war, er wre der richtige Gesprchspartner dafr, aber so langsam wurde ihm klar, wieso er und Fenryn sich so gut miteinander verstanden...
Erst nachdem er ihn so angefahren hatte, ging dem Nachtschatten auf, dass der Bursche ja auch nichts dafr konnte, dass sein Bruder so ein Dummkopf war und ihn offensichtlich mit seiner Dmlichkeit anzustecken schien. Da hatten sich ja zwei gefunden. Auerdem hatte Aeshatyr ja grade selbst erst jemanden verloren schon wieder es war vielleicht also nicht allzu freundlich, ihn so anzublaffen (auch wenn er Recht hatte!).

Es ist trotzdem gut, dass es ihm besser geht, versuchte er es also ein wenig vershnlicher, die Ohren wieder aufgestellt. Auch wenn er immer noch ein bisschen brummig klang. Zumindest, bis er sich in den nchsten Schlamassel strzt Und das wrde passieren. Bald, so wie er seinen Bruder kannte.
20.11.2017 22:54
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Where there's beauty beyond your dreams
Take my hand
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Beitritt 13.09.2013
unterm See, Wiesen/Waldrand
Jharim
Anspielbar
Erfolglos.
Das war er heute Morgen.
Kleinere Muse waren am Rand der Bume bereits gefunden und verspeist, aber ein Hase oder diese flugunfhigen Vgel, das wre wohl besser gewesen. Doch nichts schien hier im Wald zu hausen. Gerade als der Trumer die Waldgrenze durchbrach, erblickte er vor sich den hell schillernden See. Links von diesem befand sich der Rudelplatz, dahinter erstreckte sich die groe Wiese. Vielleicht waren dort mehr Nager zu finden?
Doch etwas anderes erregte seine Aufmerksamkeit und Blau fand zu Lila. Aufmerksam spitzten sich seine Ohren, die Rute ging krftig um seine Hften herum und man meinte, dass diese einen Hurrikan herauf beschwren wollten. Jharim mied in letzter Zeit viele andere. Oft suchte er Miska auf, weil der ltere Rde einfach etwas in ihm sah, an das keiner glauben mochte. Gerade nach dem Tod Kelayas und dem Weggang seines Cousin Laren hatte er viel bei Miska gelegen. Chetan und seine Mutter waren kaum zu sehen. Sie hatten Verpflichtungen und mussten das Rudel beschtzen oder zusammenhalten oder etwas derart.
Doch nun, hier, erblickte er seine Schwester. Die groe Schwester die sein Leben lang an seiner Seite stand.
Allerdings schien es, dass sie anderweitig beschftigt war. Leise schlich sich ein kurzes Winseln, welches bei dem nchsten Ausruf gleich erstarb. Seine Stimme und sein auftreten auch wenn es in der Ferne lag lieen Jharim sofort alles stoppen. Keine Rute die wild pendelte, keine freudiges Wimmern.
Das Rotauge gesellte sich zu seiner Schwester. Unbemerkt vor sich selbst, hatte er bereits die halbe Strecke zu ihr zurckgelegt, blieb aber bei dem Tonfall stehen.
Fenryn war ein Wolf fr sich. Der Sternentrumer kam mit diesem Wolf so gar nicht klar. Es wiederstrebte ihm und allen voran machte sich das Rotauge ber den Regenhauch immer zu lustig. War es schon Mobbing?
Augenblickt senkte sich sein Kopf und die Rute, die eben noch einladend gewedelt hatte, verschwand zu seinen Beinen. Mit angelegten Ohren wendete er den grazilen Krper und trabte gedruckt zurck zum Waldrand.

Sanft umspielte der laue Wind sein noch immer viel zu dichtes Fell, fuhr durch dieses, hob es an und lie es tanzen. Sein Krper legte sich lang auf den von Nadeln, Laub und Gras bedeckten Teil des Bodens, whrend er seine Schnauze auf die Vorderpfoten bettete blickten die hellblauen Augen unentwegt seine Schwester und das Rottier an. Aus dieser entfernen war es unmglich sie belauschen zu knnen, oder etwaige Krpersprache zu entziffern. Dafr war die Strecke zu weit. Aber hier, im sachten Schatten der angrenzenden Bume, versprte er neben der tiefsitzenden Eifersucht auch noch etwas anderes. Ganz leicht und kaum merkbar. Frieden.
War er zufrieden alleine?
Es gab eins Zeiten, da wnschte er sich Wlfe um sich herum. Schutz. Gerade schien das nicht so. Im Schein des Sees, auf dessen Oberflche sich die Sonne spiegelte, verschwand sein Blick ein wenig in eine andere Welt. Eine die wunderbar war, in der er stark und stolz und vor allem Gro war. So wie Kasatka, ein Stein, ein Fels. Aber er wollte auch so weise wie Miska sein, und so gut wie Yrael. Sein Onkel Inyen, der war auch gut. Fr diese Fhrungspersnlichkeiten fand der Trumer kein anderes Wort. Vielleicht, wenn er all die Eigenschaften besa, wre er dann mutig und wsste, was er in anbetracht der beiden Wlfe in der Ferne zu tun hatte.

Dann wrde ich meine Schwester beschtzen knnen und meine Mutter.
suselte er leise, seine Lieder schlossen sich halb, sodass er mehr und mehr ins Traumland glitt.

Seite an Seite mit Papa auch wenn Chetan in letzter Zeit sehr streng mit ihm war, zu seinem Vater blickte er auf. Deshalb auch, musste er gro werden. Stark. Gewissenhaft.
Kein Trumer, kein Feigling.
Jharim hatte keine Lust mehr, die Augen zu ffnen. So einfach war es in seiner Welt und so schwer in dieser. Laut stie er seine Frustration in die Welt hinaus in dem er einfach nur seufzte,
derweil schien es ihm egal zu sein, ob er sich noch alleine hier befand. Kurz zuckte seine Nase und ein kleines bisschen hob sich das Lied an.
Seki und Fenry.
Brummend wollte er es wieder schlieen.
21.11.2017 10:40
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Silberfisch
Ich hab mich versteckt
Du kannst mich nicht sehn
Vater
Schwiegervater
Gefhrtin
Nichte
Tochter
Sohn
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Jharim
Das Leben ging weiter und war, wie es immer war: unberechenbar. Das war grundstzlich nichts Schlimmes, denn berraschungen konnten gut und schlecht gleichermaen sein. Nur verga man das manchmal, beklagte das Schlechte und bersah das Gute. Aber der Ausgleich kam immer, nur eben manchmal nicht sofort, und manchmal nicht gleich offensichtlich. Arlands eigenes Schicksal hatte ihn gelehrt, sich nicht nur im Negativen zu verlieren, sondern auf das Positive im Besonderen zu achten. Er war in den sicheren Tod gestrzt und hatte doch berlebt; seine Stimme war fort, aber er hatte seine Familie und sein Rudel zurck. Nichts war mehr so wie frher, aber das konnte man vom Leben nun wirklich nicht auch noch erwarten.
Und so ging es eben weiter. Fenryn war verunglckt, aber seine Genesung schritt gut voran, und so blieb seinen Angehrigen und seinen Freunden greres Leid erspart. Und Kelaya war verschieden. Arland trauerte um die alte Fhe, die er so lange gekannt hatte, aber es trstete ihn sehr zu wissen, dass ihre Zeit einfach gekommen war. Kein unerwartetes Ableben, sondern ein altersgemes, friedliches Entschlafen. Der Rauhreif hoffte, dass ihm dereinst auch so ein wrdevolles Ende im Kreis seiner Liebsten beschieden sein mochte.
Nicht jeder konnte sich an diesen Gedanken so sehr trsten wie Arland sich selbst, und der Rauhreif respektierte das. Er htte jenen Trauernden gerne Mut zugesprochen, aber er konnte nur mit seiner Anwesenheit und einem offenen Ohr dienen, sofern erwnscht. Manche Dinge waren immernoch ein wenig ... kompliziert.

Der Raureif lag im Schatten der Bume sdlich des Sees und dste. Er hob den Kopf und lie die Rute leicht auf das Gras klopfen, als er jemanden sich ihm nhern sah. Doch Jharim war viel zu abgelenkt, um ihn zu bemerken, und wirkte beinahe schon verschreckt. Nur einige Wolfslngen entfernt lie der Regenhauch sich nieder und blickt in Richtung des Sees. Arland beobachtete ihn eine Weile neugierig und seine Ohren zuckten, als Jahrim leise zu sich selbst sprach. Offenbar wurde der Jngling mal wieder von Selbstzweifeln geplagt. Arland ghnte lautlos, dann erhob er sich gemchlich und trottete die wenigen Schritte zum Jngeren herber, um sich neben ihm zu setzen.
21.11.2017 12:05
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Arland
Ein Geruch so vertraut lie ihn jedoch nicht wieder ins Traumland abgleiten, hielt ihn im hier und jetzt. Whrend die schwarze Nase zuckte, rutschten die hellblauen Seelenspiegel hinauf. Neben ihn hatte sich unbemerkt ein Schatten abgesetzt, einen den er kannte, aber nicht sofort erkannte. Erschrocken ber sich und all jenes, hob er ruckartig den Kopf und drehte diesen sogleich um mit gespitzten Ohren ins Antlitz des ehemaligen Betas zu blicken.

OH, hallo Arland!

seine Ohren kippten wieder zurck in den Nacken, diesmal aber freundlich und mit Freude in den Augen. Wieder ging die Rute ber den Boden, die Bltter und Nadeln bei Seite fegte. Sein graziler, kleiner Krper lang lang ausgestreckt unter dem Schatten der Bume. Jharim machte keine Anstalten auf zu stehen, sondern blickte nur von unten hinauf zu dem Raureif. Aufmerksam und dennoch unterwrfig seine Zunge fuhr mehrere male ber die seinen Lefzen betrachtete er den viel ltere schweigsamen Wolf.

Ich hoffe es geht dir gut!

Der Trumer brauchte immer etwas um zu berlegen, wie er die Fragen oder Dinge so stellen konnte, das Arland ihm darauf mit einem Nicken oder Kopfschtteln antworten konnte. Das war schon sehr anstrengend, aber es hatte auch einige gute Sachen, nmlich die, dass er dann sich nicht mehr auf anderes fr ihn schlimmes konzentrieren musste.

Was machst du hier, Jagen? fragte er darauf und neigte kurz fragend den Kopf.

Vielleicht hatte er ja mehr Beute gefunden?
Dann whre Jharim bereit andere Jger zu holen, damit diese jagen konnten. Er wrde es nicht mehr tun. Nie mehr. Allein schon der Gedanke daran lie sein Fell zu Berge stehen also blieb ihm nichts anderes brig als an Musejagt zu denken.
Immer noch tnzelte seine Rute ber den Boden. Es freute den Trumer wirklich, wenn bei sich zu haben. Kurz glitt sein Blick wieder hinber zu den beiden anderen, ehe er verstohlen zurck huschte und sich auf die Brust des Rdens heftete.
21.11.2017 13:52
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Silberfisch
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Jharim
Jharim erschreckte sich natrlich, obwohl Arland in keinster Weise versucht hatte seine Anwesenheit zu verschleiern. Es berrascht ihn allerdings, und er bezog es auch nicht auf sich selbst, immerhin war er mit der schreckhaften und eher ngstlichen Natur des Regenhauchs vertraut. Zumal Jharim ihn anschlieend freundlich und respektvoll begrte, was Arland erfreut zur Kenntnis nahm. Wre Chetan in der Nhe gewesen, wre der Jngling sicherlich viel nervser gewesen, immerhin hatte sein Vater seine Meinung ber Arland nach wie vor nicht gendert. Aber dann htte Arland es sich auch zweimal berlegt, ob er dem Regenhauch seine Gesellschaft aufbrdete.
Arland lie seine Rute ebenfalls ber den Boden wischen und nickte schlielich, als Jharim sich nach seinem Befinden erkundigte. Ja, alles in allem ging es ihm gut. Er konnte nicht leugnen, dass der Schatten, den Kelayas Ableben warf, auch auf seiner Seele lastete, aber eben bei weitem nicht so schwer wie bei anderen Rudelmitgliedern.
Ein Kopfschtteln beantwortete Jahrims zweite Frage. Gleich darauf ghnte er, diesmal absichtlich, und warf einen Blick zurck zu der Stelle, an der er geruht hatte und wo sein Krper das Gras platt gedrckt hatte. Daraufhin kehrten seine Augen wieder zu dem Jngeren zurck und folgten dann dessen Blick, wo sie in einiger Entfernung Fenryn und Sekirei entdeckten. Beobachtete er die beiden von hier aus, versteckt? War er deshalb so abgelenkt gewesen? Arland warf dem Jngeren einen fragenden Blick zu.
21.11.2017 19:48
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Fenryn
Unweit des Rudelplatzes hatte sich Sekirei auf der Hinterhand niedergelassen und starrte gedankenverloren vor sich hin; die violetten Augen unfokussiert in die Ferne gerichtet. Ihr Blick war nach innen gewandt, auf das tobende Karussell ihrer Gedanken, die einander zu jagen schienen. Im einen Moment durchfuhr den Regenhauch Trauer angesichts Kelayas Tod, im nchsten dachte sie, die Fhe hatte es gut, im Kreise ihrer Familie davon gehen zu drfen, wo doch anderen Rudelmitgliedern diese Chance versagt gewesen war, und Zufriedenheit keimte in Sekirei auf.

Fenryn beschftigte sie auch sehr; sein Unfall hatte sie vllig aus der Bahn geworfen. Kaum eine Nacht hatte die Fhe weiter als ein paar Wolfslngen von ihm weg verbracht, Jharim als Gesellschaft, auch wenn sie fhlte, dass der junge Rde das Rotauge nicht leiden konnte. Die ersten Tage hatte sie mit Aeshatyr bei ihrem Freund verbracht, der Streit, den die drei gehabt hatte, vergessen angesichts des bengstigenden Zustands des Schneeschatten. Sekirei war dem Nachtfell so gut es eben ging aus dem Weg gegangen, hatte vermieden, ihm zu lange in die Augen zu sehen; stattdessen hatte ihre ganze Aufmerksamkeit Fenryn und dessen Genesung gegolten. Wie froh sie war, dass das Rotauge wieder zu Krften gekommen war, ja sogar wieder laufen konnte - wenn auch nicht besonders flink oder so berschwnglich wie sonst.

Doch sowie Fenryn wieder mehr zu seinem frheren Ich zurckgekommen war, desto mehr wurde Sekireis Eifersucht und auch Zorn wieder in ihrem Herzen grer. Wenn sie Aeshatyr und Fenryn tuscheln hrte oder die Kpfe zusammenstecken sah, durchfuhr die Fhe noch immer die Angst, dass Fenryn im Grunde nur das Nachtfell zur Gesellschaft wollte, und sie zog sich zurck, verbrachte dann Zeit mit Chetan, Jharim, Motomo oder sah den Welpen beim Spielen und Herumtollen zu. Auch heute hatte sie das Gefhl, nicht so ganz zugehrig zu sein, weshalb sie gleichzeitig Gesellschaft herbeisehnte und andererseits frchtete. Sie wusste nicht, dass ihr Bruder hnliches empfand, bemerkte auch sein Nherkommen nicht, da genau in diesem Moment der Gegenstand ihrer Gedanken auftauchte: Fenryn.

"Hm?

Sekireis Stimme klang wenig interessiert, eine Schutzhaltung gegenber der Unsicherheit, die sie gerade berkommen hatte. Dennoch trat ein wacherer Ausdruck in ihre Augen, sie war froh, Fenryn allein anzutreffen und dass er so gut gelaunt schien.
ten thousand miles apart
With the curtains drawn And a little last night on these sheets So how come when I reach out my fingers It seems like more than distance between us In this California king bed We're ten thousand miles apart I bet California wishing on these stars For your heart, for me
21.11.2017 20:55
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Sekirei
Fenryn trabte zu ihr hin, scheinbar ungerhrt von ihrem unterkhlten Empfang. Aber seine Ohren waren fr einen Moment zur Seite geflippt, als sie sich zu ihm umgewandt hatte, und auch das Pendeln seiner Rute verlor ein klein wenig von ihrem Schwung. Ein wenig mehr Enthusiasmus fr seine Anwesenheit hatte er sich schon erhofft, wo sie doch in den vergangenen Tagen kaum jemals lange von seiner Seite gewichen war, und er inzwischen doch immerhin schon wieder recht gut auf den Beinen war. Er nahm es sich jedoch nicht zu sehr zu Herzen, denn wahrscheinlich bedrckten gerade Gedanken an Kelayas Tod oder dergleichen ihr Gemt, was nur zu verstndlich war. Ein Grund mehr, sie auf andere Gedanken zu bringen.

"Ich dachte, du httest vielleicht Lust, mich zu begleiten? Ich muss mir ein bisschen die Beine vertreten, die fhlen sich immernoch irgendwie steif an vom ganzen Herumgeliege. Keine Sorge, ich hab' nichts Gefhrliches im Sinn, nichtmal ein wenig, versprochen!"

Letzteres fgte er hastig hinzu, weil er fast zu sehen glaubte, wie sich hinter ihrer Stirn Argwohn zusammen ballte. Aber er hatte wirklich kein Abenteuer fr diesen Ausflug im Sinn - hchstens ein klein wenig Vorerkundung fr spter, wenn es ihm wieder richtig gut ging. Und selbst die ferne Idee, die am Rande seiner Gedanken herumschwebte, war nicht einmal etwas Verbotenes. Zumindest, soweit ihm bekannt war. Konnte aber gut sein, dass hinterher ein Verbot daraus wurde...
Aber das war ein Abenteuer fr einen anderen Tag. Im Moment versuchte er seine Worte mit dem ehrlichsten und treuherzigsten Lcheln zu unterstreichen, zu dem er im Stande war. Sein Rutenpendeln hatte wieder an Schwung gewonnen
22.11.2017 11:22
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Arland
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Interessiert nahm der Trumer war, dass Arland einmal nickte, schlielich auf seine zweite Frage aber den Kopf schttelte. Es ging ihm gut, aber er war nicht auf der Jagd gewesen. Soso. Als Arland Ghnte und zurck blickte, setze sich der Rde interessiert auf und blickte den ebenfalls blauen Augen nach. Unter einem kleinen Baum war das Gras als kleine Kuhle platt gelegen.
Seine Augen wurden gro von der Erkenntnis und automatisch zog er den Kopf zwischen die Schultern.

Oh, du hast geschlafen? Hab ich dich geweckt? Ich hab dich nicht gesehen, es tut mir leid!

kamen die Worte mit einem Winseln aus seinem Fang und dieser wurde nach dem beenden des Satzes mit seiner Zunge berfahren. Beinahe htte er vor lauter Scharm die danach gesetzte Geste von Arland bersehen, aber mit der Zeit hatte sich der Trumer merklich gebessert, was die Krpersprache von Arland anging. Natrlich war sein Vater nicht begeistert davon und sollte Chetan hier aufkreuzen musste er wohl ziemlich schnell von Arland weichen damit dieser nicht die Wut seines Vaters abbekam, aber er mochte den ehemaligen Beta und irgendwie konnte er ihn vom Herzen her verstehen. Arland war ein Auenseiter, genau wie er. Zwar hatte der Raureif zwar deutlich mehr Hhe als Jharim, aber anscheinend hatten viele aus dem Rudel immer noch starke Zweifel an ihm. An Jharim hatte man mit Sicherheit auch Zweifel. Es konnte sein, dass sich der dreijhrige das nur einbildete, aber mit Sicherheit mochte man seine ngstliche Art nicht. Von der Gre mal ab. Auenseiter sollten zusammen halten.

Jharims Augen folgten dem Blick und hefteten sich auf Seki und Fen. Gensslich konnte er aus der Ferne ein recht seltenes Phnomen seiner Schwester beobachten. Die kalte Schnauze. Amsiert grinsend blickte er zurck zum Schweigsamen, lie dann das grinsen aber sofort wieder fallen.
Ja, man amsierte sich nicht ber andere, aber aber Seufzend schoben sich die Ohren zurck in den Nacken und er neigte den Kopf Richtung Boden.

Ich glaub begann er sichtlich unbehaglich dabei ertappt worden zu sein.

ich bin Eiferschtig? seine Stimme war so leise und klagend, dass man genau hinhren musste.

Kurz drckte er seine Knie so komisch zusammen, dass sie in die Rippen stachen er sa nun aufrecht welches ein kleines Gefhl von Schmerz in ihm aufsteigen lie um seine Gedanken wieder ordnen zu knnen.

Fenryn ist so draufgngerisch. Risikofreudig. Er wird meine Schwester mit in seine dmlichen Unflle ziehen!

nun war die Stimme etwas fester, jedoch schwang neben rger auch angst mit. Angst um seine Schwester und rger, dass Fenryn wieder da war. Nach dem Unfall bei der Jagt, die aus Jharims Sicht ganz klar Fens verschulden war immerhin hatte er und Miska das Rudel rechtzeitig gewarnt denn schlielich sprang nur so ein voll-trottel-rot-augen-wolf in eine laufende Herde von Geweihtrgern rein, mied er den bld-wolf gnzlich. Risiko war sein feind, ganz klar!
Dass er nun so oft mit seiner Schwester abhing passte Jharim ganz und gar nicht.

Sonst war es immer Seki die auf ihn aufpasste, aber nun nun musste er auf sie aufpassen. Dem fhlte sich der kleine aber einfach nicht gewachsen. Jharim bekam nicht mit, dass er anfing, seine Lefzen zu kruseln und voller rger den Rotauge fixierte, dessen Mimik er eindeutig nicht sehen konnte.
22.11.2017 14:56
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Beitritt 11.02.2016

Nhimri
Fr die Sturmwolke war das Gefhl des Verlusts gut nachzuvollziehen. Nhimri hatte nicht nur innerhalb der letzten paar Wochen ihren Gefhrten verloren, nein, jetzt hatte sie mit Yhevorys auch noch einen Sohn verloren - auch wenn der vielleicht eines Tages zurckkam. Auch Rheeva hatte ihr Rudel zurckgelassen; zwar hatte sie keine direkte Familie mehr, ihre Cousins und deren Nachkommen hatte sie mitnehmen knnen, doch das restliche Rudel fehlte ihr so manche Nacht, wenn sie ihre leise murmelnden Stimmen vermisste. Stimmen, die ihr so vertraut waren, die ihr Leben lang bei ihr gewesen waren. Nach Fenryns Verletzung war der Fhe nochmal deutlich geworden, wie sehr sie ihre Vertrauten um sich herum brauchte.

Doch sie hatte den Schritt getan, zu dem diesem Rudel hier der Mut fehlte. Die berwindung, Altbekanntes zurckzulassen, war hher, als man meinen konnte, doch Rheeva kannte den Nervenkitzel, der dazugehrte. Wie gespannt sie auf diesen neuen Ort gewesen war! Und wieviel Entsetzen sie seitdem gepackt hatte... Doch zurck wollte der junge Stern nicht, denn dort wartete keine Familie auf sie. Bei dem Gedanken an alles, was sie auf ihrer Reise gesehen hatte, hpfte das Herz der Requistin schneller. Doch sie wollte nur mit Vertrauten ziehen und solange diese sie nicht begleiten konnten - oder wollten -, musste Rheeva ihr bestes tun und berzeugungsarbeit leisten.

"Ich kenne ihn nicht", gab die rauchgraue Fhe zu. "Doch ich habe auf meiner Reise hierher so viele neue Dinge und Gebiete gesehen - es wird einen Ort geben, an dem Beute ist, wo kein Moor uns in Angst und Schrecken versetzt."

Die Worte des Fuchses fielen ihr ein. Wenn die Tiere diese Seite des Tals verlassen wollten, liefen sie mit der Herde. Doch allein der Gedanke, in dieses Moor zu gehen, lie Rheeva die Nackenhaare zu Berge stehen. Zu viel hatte sie gehrt von den Schrecken, die es bereit hielt. Zu viele Wlfe hatte es schon geschluckt oder verletzt. Die Angst um die anderen war fast grer als die Angst um sich selbst. Was den vier Welpen im Moor zustoen konnte, mochte sich die Fhe gar nicht ausmalen.
22.11.2017 19:43
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Kasatka
Schon bei der Begrung Kasatkas bemerkte er seinen Fehler. Fenryn hatte ihm zwar so viel von seinem Bruder erzhlt, dass Aeshatyr fast glaubte ihn zu kennen und ihn besonders davor gewarnt, die lodernde Flamme des Groen nicht anzufachen, da diese unter kleinsten Bedingungen zu einem aufbrausenden Feuer wird, aber darauf hatte er in seiner sehr dummen Aussage natrlich nicht geachtet. Und genau das war der Zweijhrige wohl jetzt: Der fehlende Funken zum Lagerfeuer.
Den Blick auf sein Gegenber gerichtet, beobachtete er, wie ihm fast schon in Zeitlupe die Gesichtszge entglitten. Als sich ein zorniger Schatten ber die orangefarbenen Augen legte, wappnete sich Aeshatyr fr das, was er befrchtete. Er streckte aufplusternd seine Brust vor, grub seine Krallen fr einen festen Stand in die Erde. Doch der emprte Ausruf, verbunden mit dem ungehaltenen Knurren brachte ihn schlussendlich doch so aus der Fassung, dass er erschrocken zurck schreckte, als htte man ihn geschlagen. Das war er nicht gewohnt.
Und einen Augenblick spter fuhr ihm ein nadelartig stechender Geruch in die Nase. Wut lag darin, und Entsetzen. Es roch nach Rauch und nach morgendlichen Nebel ber den dunklen Schatten eines spiegelnden Sees, und ebenso flchtig. Doch dann mischte sich zart, aber unverkennbar das Aroma ser pfel darunter und Aeshatyr konnte spren, dass Kasatka wieder ruhiger wurde. Fragte sich nur fr wie lange, dachte er und ermahnte sich selbst zur Vorsicht. Seine nchsten Worte sollen nicht schon wieder zu einem Ausbruch fhren und Fenryn verraten, der sich dank seinem besten Freund bald sicher so einiges anhren durfte. Tut mir leid, sandte er wie ein kurzes Stogebet in den Himmel und hoffte, dass sein Freund ihm nicht all zu sehr kpfen wird.

Hm ja, aber wichtig ist doch, dass das Schlimmste jetzt berstanden ist. Und ein Vorteil hat das ganze ja schon; Die Abenteuer mssen erstmal eine Zeit lang warten, beantwortete er die erste Frage, obgleich sie rhetorisch war und ging direkt beschwichtigend auf seine nchsten Worte ein.
Unterscheidet sich dieser Ort hier sehr von eurem alten? Ich habe das Gefhl, dass Fenryn sich schon sehr wohl fhlte und so wie er ist hat er sehr schnell Anschluss gefunden. Den kriegt man so schnell nicht mehr hier weg, glaube ich. Aber wie steht es bei dir? Sind wir fr dich eher ein Notstopfen auf der Suche nach einem passenden Ort sich niederzulassen?, fragte er zum Teil interessiert und zum anderen, um schnell das Thema zu wechseln. Abwartend legte er den Kopf schief.
*We are the warriors

In youth, you lay, awake at night and scheme Of all the things that you would change, But it was just a dream! The time will come, when you'll have to rise Above the best, and prove yourself, Your spirit never dies!Farewell, I've gone, to take my throne Above, don't weep for me Cause this will be the labor of my love
22.11.2017 20:45
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Jharim
Jharim war leider nicht nur gut darin, schnell die Schuld bei sich zu suchen (und zu finden), sondern trmte sie dann auch gleich zu Bergen auf, die ihn unter sich begruben. Selbst wenn er Arland wirklich geweckt htte, was ja gar nicht wirklich der Fall gewesen war, so wre das doch nicht schlimm gewesen. In der Gegenwart anderer Wlfe zu schlafen war nun wirklich nicht schwierig, und wre ihm sein Nickerchen wichtig gewesen, htte er sich von Jharims Anwesenheit darin nicht stren lassen. Aber der Regenhauch gebrdete sich, als msse er fr ein groes Unrecht Bue tun. Arland unterdrckte ein Seufzen und sah Jharim einfach nur freundlich an, schttelte kurz den Kopf und reagierte ansonsten auf dessen entschuldigende Unterwrfigkeit nicht weiter. Er warf erneut einen Blick zu den fernen Wlfen herber, und beobachtete dann weiter den Regenhauch, der die Zwei nun auch wieder zu fixieren schien.
Eiferschtig. Weil Sekirei Zeit mit Fenryn verbrachte? Mehr Zeit vielleicht als mit ihrem kleinen Bruder? Auf jeden Fall mehr Zeit als Jharim lieb war, nicht nur weil dieser sich nach Sekireis Aufmerksamkeit sehnte, sondern auch aus Sorge. Selbst ohne den Jagdunfall hatte Arland schon mitbekommen, dass Fenryn ein sehr abenteuerlustiger Wolf war. Das war sicherlich auch seiner Jugend geschuldet, aber offenbar nicht nur. Fenryn nahm nicht einfach nur Gelegenheiten wahr, von sich Reden zu machen, sondern schuf sie sich auch aktiv, bevorzugt indem er "Wagnisse" einging, vor denen anderen zurckscheuten. Der Raureif fragte sich, was er damit zu beweisen versuchten, und wem gegenber. Nur zu gern htte er versucht, es dem Schneeschatten in Gesprchen zu entlocken. Insbesondere, da er ihn an seine eigene Jugend erinnerte, auch wenn Arland zugegebener Maen etwas gemigter gewesen war. Frhe Verantwortung hatte ihn dann zu vernnftigerem Handeln gezwungen. Arland fragte sich, ob das bei Fenryn wohl auch funktionieren wrde, oder ob er dafr zu extrem war. Sie wrden es wohl nie erfahren, denn er konnte sich nicht vorstellen, dass die Rangwlfe genug Vertrauen oder Zuversicht in das Rotauge investieren wrden, um ihn tatschlich mit einer verantwortungsvollen Aufgabe zu betrauen. Und vielleicht hatte der Schneeschatten selbst ja auch gar kein Interesse daran.
Aus seinem Sinnieren riss ihn ein leises Knurren, und etwas berrascht bemerkte er Jharims angespannte Haltung und die gekruselten Lefzen. Seine zurckgelegten Ohren zeugten jedoch eher von Angst als von Aggression. Jharim schien die ihm innewohnende Angst vollkommen auf seine Schwester zu projizieren. Wahrscheinlich malte er sich lngst Horrorszenarien aus. Arland lehnte sich herber und stie ihn an der Schulter an, um den Regenhauch aus seiner Gedankenspirale zu wecken. Sein Blick war ernst, und erneut schttelte er den Kopf.
24.11.2017 13:56
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 LEAVING for HEAVEN 
My voice`s drying out...
Just break me free from this world
- close your eyes -
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Bruder
Opa
Oma
Oma
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Beitritt 01.09.2013
Ufer
Calrin Ecl
Es war so viel passiert. Viel zu viel eigentlich. Vor allem Kelayas Tod beschftigte ihn und so hatte er in den letzten Tagen vornehmlich die ltere Generation aufgesucht oder versucht, sich selbst seine Gedanken darber zu machen. Es war recht warm heute und Taiga warf, nachdem er sich ausgiebig gestreckt hatte, einen eher skeptischen Blick in den Himmel. Sollte er oder sollte er nicht? Der Blick flog nach hinten, zu seinem Bruder, der noch ein wenig seliger schlummerte, oder zumindest so aussah. Taiga drehte sich wieder nach vorn, lie den Blick ber die Ebene schweifen, bis seine Seelenspiegel jenen Wolf ausgemacht hatte, den er heute aufsuchen wollte. Langsam setzte er sich in Bewegung, versuchte die lnger gewordenen Lufe unter Kontrolle zu halten und sich nicht darin zu verheddern. Das war lngst nicht mehr so leicht wie frher. Irgendwie schien bei ihm alles grer oder lnger zu werden, nicht rasend schnell aber langsam fiel es selbst ihm auf.

Die vorsichtig gesetzten Schritte steigerten sich zu einem lockeren Trab bis hin zu einem vorwitzigen Galopp, der sich doch dann in das ausweitete, was er hatte vermeiden wollen ein unruhiges Hoppeln, weil er seine Pfoten doch nicht so koordinieren konnte, wie gedacht. Und noch schlimmer, er bekam die Kurve nicht, weswegen er das Ufer des Sees runter rutschte und mit einem Platschen im kalten Nass landete. Verdammt. Jetzt lag er auf dem Rcken, alle viere von sich gestreckt und glaubte, am Rand den Kopf des Wolfes auftauchen zu sehen, den er hatte besuchen wollen Calrin.

Taiga klappte peinlich berhrt die Ohren zur Seite und lie die Rute durchs seichte Wasser des Ufers wischen. Er sprte kleine Kieselsteine in seinen Rcken pieksen, aber er bewegte sich ansonsten nicht. Die Situation war so peinlich. Er hatte doch viel wrdevoller und erwachsener bei seinem Opa ankommen wollen. Ernster. Und jetzt das...jetzt lag er hier wie ein nasser Krabbelkfer. Peinlich. Echt peinlich!
CHILD HAS GONE
Never to Return
Wherever you are, I won't stop searching. Whatever it takes, I need to know.

24.11.2017 14:16
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. i wake up more awake .
than I've ever been before
.............................
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Beitritt 22.04.2015
Anspielbar, nahe Taiga & Calrin

Die letzten Wochen waren eine Achterbahn aus gegenstzlichen Gefhlen gewesen, die Jaspn noch immer noch zu schaffen machte. Als erstes war Onkel Fenryn schwer verletzt von einer groen Jagd zurckgekehrt. Weil um ihn herum alle vor Sorge halb durchgedreht waren, hatte er sich lieber darauf konzentriert, das alles zu verstehen was passiert war, was htte passieren knnen, dass Wlfe genauso sterben konnten wie ihre Beute, weil sie alle voller Blut waren und davon nicht zu viel verlieren durften. Das hatte ihn irgendwie beruhigt und eher mit vorsichtigem Interesse an seinen Onkel herantreten lassen, der ihm in den Tagen darauf viel hatte erklren mssen. So viel, dass oft Kasatka eingesprungen war, der gar nicht mehr von Fenryns Seite hatte weichen wollen. Papa war pltzlich zu einer Mama geworden und Fenryn zum Welpen, auch wenn Papa so getan hatte, als wre das berhaupt nicht so. Das hatte Jaspn ziemlich fasziniert.
Dann aber hatte Mama ihnen erklrt, warum sie vor Fenryns Unfall einfach davongelaufen war und diese Erklrung hatte fr ihn vieles nur noch verwirrender gemacht. Mama und Papa wollten jetzt erstmal lieber Zeit allein mit ihnen verbringen. Das war irgendwie okay, aber Jaspn wurde den Verdacht nicht los, dass das an Khilywe und ihm lag hauptschlich weil man ihnen gesagt hatte, dass das nicht der Fall war. Seit sie mit Arland gespielt hatten, war nichts mehr wie es sein sollte. Eine undefinierbare Sorge lag in der Luft, nicht nur ber seinen Eltern. Dann wiederum hatten sie die Erlaubnis erhalten, sich frei im Rudel zu bewegen, das er noch immer nicht als ihres ansah. Die Freiheit tat ihm gut und er nutzte sie in den ersten Tagen voller berschwang, auch um der Unruhe zu entgehen, die von seinen Eltern ausging. Ohne Khilywe jedoch bewegte er sich in diesen Tagen keinen Millimeter.

Und dann war jemand gestorben. Jaspn hatte Kelaya nicht kennengelernt und als er sie htte kennenlernen knnen, war es zu spt dafr. Aber ihr Tod legte sich wie ein Tuch ber die Requisten und gab seinen vielen Fragen neue Nahrung. Er trauerte nicht, aber er sprte die Niedergeschlagenheit aller und wollte gleichzeitig so viele Dinge wissen, die er sich nun nicht mehr zu fragen traute, weil er niemanden noch trauriger machen wollte. Kompliziert war das alles. Aber wenigstens ging es Fenryn inzwischen wieder so gut, dass Papa nicht mehr so grummelig war. Das nutzte Jaspn nun auch, um sich ausnahmsweise mal ohne seine Schwester vom Rudelplatz zu entfernen. Das war nicht unbedingt seine Entscheidung gewesen, sie musste whrend seines Schlfchens schon aufgestanden und losgezogen sein. Aber er redete sich ein, dass er das toll fand mal ohne sie herumzustromern war super! Und ein bisschen unheimlich. Aber zum Glck kannte er inzwischen fast alle Wlfe des Rudels, er brachte nur manchmal noch ihre Namen durcheinander.

Fr's erste folgte er unauffllig Taiga, denn wo der hinlief, durfte er sicher auch hinlaufen. Er blieb aber so weit entfernt, dass er ihn irgendwann aus Augen und Nase verlor und einfach querfeldein lief, immer mit Blick auf das groe Eis, das sich am Horizont vor ihm zu einem Wall auftrmte.
an empire for you

And from the rain comes a river running wild that will create
26.11.2017 15:28
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three shades of violent
Your touch my comfort & my lullaby
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Beitritt 02.09.2013
westliches Seeufer
Motomo
Also, schn war ja, dass es so langsam wrmer wurde. Da konnte man sich die Brise doch schon mal durch das Fell fahren lassen und sich vorstellen, was dieser Wind schon alles gesehen und bewegt haben musste dabei war Venari in letzter Zeit ein bisschen fauler geworden, bewegte sich nicht mehr so viel. Ihre Kleinen waren jetzt ja schon ein bisschen gewachsen (also, immer noch ihre Kleinen, aber eher groe Kleine, also Mittelkleine?) und tobten nicht mehr so viel mit ihr herum. Schade eigentlich. Dafr hatte Venari einen neuen Freund, Jaspn, und manchmal mochte der toben. Jaspn fragte aber auch immer kluge Dinge, und Venari, klug wie sie war, gab ihre Ansichten preis. Aber nur, wenn der finstere Kasatka nicht hinsah, denn sie hatte den Eindruck, dass Jaspn ihr dann gar nicht mehr zuhren wollte.
Aber wo war sie eben noch gewesen? Wind und Toben! Viel Wind hatte es auch im Fenryn gegeben, dessen Narbe sich Ven auch schon mal aus der Nhe angesehen hatte. Dafr hatte Kasatka sie genauer angesehen, also whrenddessen, ein fairer Tausch, fand Venari. Jedenfalls war es eine schne Narbe geworden, Fenryn wrde noch viele Geschichten darber erzhlen knnen; und wenn er es nicht tat, dann ja vielleicht Venaris Papa. Motomo war in letzter Zeit stiller geworden, zumindest gegenber Ven. Die hatte das nicht mitbekommen, sehr wohl aber, dass Motomo seit Kelayas Verscheiden ein bisschen traurig war. Venari verstand das, sie war auch traurig, dass ihr Paps seine langjhrige Freundin nicht mehr zum Reden hatte, aber Motomo konnte ja noch mit anderen reden, mit ihr zum Beispiel, und mit ihrem Arland, der wiederum nicht redete, dafr redete Venari aber fr sie beide, also, irgendwie kam das schon hin. Und wenn Motomo nach der Logik das Reden fehlte, dann konnte er ja mit Venari reden, oder? Seine Tochter war zwar nicht Kelaya, und es machte auch nicht, dass die wieder hierher zurck fand, aber es lie ihren Vater nicht mehr so traurig gucken. So wie Arland manchmal guckte, wenn er dachte, dass Ven es nicht sah.

Paaaaaaaaaaaaaaaaaaps, machte sie frhlich, als sie neben dem alten Rden zu stehen kam.

Dahin hatte sie der Wind nmlich getragen. Venari senkte die Schnauze und stupste ihren Vater an, spielerisch und sanft zugleich; sie war ja vorsichtig mit ihm, alte Rden waren manchmal wie Babyrden, da musste man ganz fe-der-leicht sein. Venari, die unter besseren Jagdumstnden zugenommen htte (durch die ganze Rumliegerei und Rumtrumerei) war kein Fliegengewicht, und fliegen konnte sie auch nicht, also war sie keine Feder, also schmiss sie sich jetzt nicht auf Motomo. Aber daneben. Die Schnauze auf dem Erdboden robbte sie ein Stckchen nher an ihn heran. Reden konnte man ja mit kuscheln verbinden, Venari war in beidem brigens unschlagbar.

Wach mal auf, ja, Paps? Du siehst auch mit Augen auf aus als wrdest du sie zu haben wollen. Und schlafen konnte er doch, wenn naja, eben nicht jetzt, nicht dieses Jahr, nicht so wie Kelaya, sgar nicht, so. . .
28.11.2017 01:55
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