REGISTRIEREN MITGLIEDER DIE REQUISTEN DIËMNAR REGELN INFORMATIONEN RPG-REIHENFOLGE SUCHE
Team
Gründung:    01.09.2013
16 Rüden, 15 Fähen, davon 4 Welpen

Gesuche
Momentan sind 2 Charaktere ohne Spieler
Eine Mama und ihr Schwiegersohn suchen einen neuen Besitzer.
Solltet ihr Interesse daran haben, einen Charakter zu übernehmen, schaut hier vorbei.
12. April 800
sonnig . wenige Wolken . Nässe vom vorangegangenen Sturm . 5°C

Fast zwei Wochen sind ins Land gezogen, seid das Rudel wieder vereint ist – zwei erstaunlich entspannte Wochen, als würde sich das Tal extra für seine neuen Gäste im besten Licht zeigen wollen. Tatsächlich war es auch seit ein paar Tagen ziemlich oft sonnig, auch wenn die Aprilstürme auch Diemnar nicht verschonten. Sie kamen und gingen, wie es ihnen gefiel, doch letztendlich überwog doch das Sonnenlicht; nicht ohne einen Hauch Ironie allerdings, denn das Zurückliegende hinterließ keineswegs viel Licht und Freude. Auch, wenn Wyakins Tod für den Großteil bereits etwas länger zurückliegt – die Wunden bei den Rückkehrern waren frisch. Und auch Arlands Auftauchen warf noch immer Fragen auf, mit deren Bedeutungslosigkeit sich längst nicht alle Wölfe des Rudels zufrieden geben konnten.

Diese User dürfen nach dem Ermessen des Wartenden übersprungen werden.

Fenryn seit: 38 Tagen
Jaspín seit: 33 Tagen
Calrin Ecál seit: 21 Tagen
Nhimri seit: 19 Tagen
Arland seit: 11 Tagen
Abschussliste:
    Echoes of Yesterdays » Rollenspiel » Dämmergrau » VII. Gratwanderungen » Hallo Gast [anmelden|registrieren]    

    Seiten (3): « vorherige 1 2 [3]

Neues Thema        Antworten    
AUTOR BEITRAG
Cousin
Cousine
Cousin
Cousine
Rheeva GESCHLECHT RANG ALTER GRÖßE GEWICHT BEITRÄGE REGDATE
Fähe Fremde 4 Jahre 98 cm 69 kg
24
11.02.2016
Nhimri

Es war schwer, den wogenden Strom aus Entschlossenheit unter Kontrolle zu bringen, der von Rheeva Besitz ergriffen hatte. Plötzlich schien alles so einfach: weggehen, ein neues Leben beginnen. Sie hatte es einmal gemacht, sie würde es ein zweites Mal schaffen. Die Welpen würden es schaffen - aus diesem Rudel waren sie älter, auch Jaspin und Khilyawe waren inzwischen älter und stärker geworden. Immerhin wuchsen sie wie Unkraut. Wenn nur Fenryn nicht wäre!

Auch Nhimri sah für einen Moment so aus, als wollte sie einem Vogel gleich ihre Schwingen ausbreiten und in eine andere Heimat fliegen. Doch dann wandelte sich der Ausdruck in den grünen Augen des Nachtfells, Entschlossenheit blitzte auf. Allerdings keine Aufbruchs-Entschlossenheit, vielmehr eine starrsinnige, die der Alpha befahl, ihren Mann zu stehen. Rheeva seufzte; warum musste das alles so schwierig sein?

"Solange Fenryn nicht laufen kann, bleiben wir."

In das wir bezog die Sturmwolke Kasatka, Airin, Aivi, Fenryn, Telayne, die Welpen und sich selbst mit ein. Es war ein natürliches Wir, eines, das von großer Vertrautheit sprach. Rheeva konnte sich nicht vorstellen, dass sich ihr Minirudel jemals trennte - auch wenn die Bande zwischen Fenryn und dem Rudel Diemnars schon fester schienen, als es Rheeva erwartet hätte.

Sanft sprach sie dann weiter, als Nhimri vom Aufgeben sprach. Mitgefühl lag in den grauen Iriden; nur zu gut konnte sie den Schmerz nachempfinden, das Gefühl, etwas zu ersehnen, ohne zu wissen, ob es jemals so weit war.

"Es hat nichts mit aufgeben zu tun, wenn man etwas, was einem nicht gut tut, loslässt, Nhimri... Das Wohl der anderen steht für dich als Alpha an erster Stelle. Dein Stolz darf dich nicht in einer Entscheidung beeinflussen." Auch sie ließ den Blick über das Land schweifen, sah den See, sah die Berge, das Grün des Waldes. Obwohl sie hier nicht aufgewachsen war, verstand sie doch, wie behaglich dieser Ort hätte sein können. "Ich sehe, was du an diesem Tal hast", sprach sie leise. "Und ich weiß, wie schwer es euch fallen muss, euer Zuhause in diesem Zustand zu sehen."


01.01.2018 17:11 Off          Suchen    Zitat    Beitrag editieren    IP
Silberfisch
Ich hab mich versteckt
Du kannst mich nicht sehn
Vater
Schwiegervater
Gefährtin
Nichte
Tochter
Sohn
Arland GESCHLECHT RANG ALTER GRÖßE GEWICHT BEITRÄGE REGDATE
Rüde Ehemaliger Beta 9 Jahre 107 cm 80 kg
37
07.03.2015
Waldrand
Jharim

Er verstand sehr gut, dass Jharim sich wünschte, anders zu sein. Hatte nicht jeder, sei es häufig oder selten, irgendwann einmal den Wunsch, etwas an sich zu verändern? Nein, nicht zu verändern, denn das hieße an sich zu arbeiten, und das war mühevoll und machte den meisten wahrscheinlich auch unterbewusst Angst. Nein, etwas an einem selbst sollte anders sein, und zwar jetzt sofort, oder am Besten schon immer. Größer sein, stärker sein, charismatischer sein, eine hübschere oder gar ganz besondere Fellzeichnung haben, eine andere Augenfarbe, mutiger sein, Fehler nicht gemacht haben, einen anderen Rang bekleiden, wieder sprechen können ... Die Liste der möglichen Wünsche war endlos. Manches wirkte banal, manches großspurig. Seine Wünsche jemandem anzuvertrauen fiel nicht jedem leicht, denn man offenbarte damit gleichzeitig seine tiefsten Schwächen. Arland war sich jedoch vollauf bewusst, dass es derzeit weniger Vertrauen war, weshalb andere Rudelmitglieder ihn zu ihrem Geheimniswahrer machten, sondern vielmehr seine Unfähigkeit, irgendetwas auszuplaudern. Er grämte sich deswegen jedoch nicht. Jeder brauchte ab und an ein Ventil, um sich all die Dinge von der Seele zu sprechen, die ihn bedrückten. Der Raureif hatte seinen alten Rang verloren, aber vielleicht würde dies seine neue Rolle im Rudel werden?
Was Jharims Wünsche anging, so waren sie vorhersagbar und überraschten Arland keineswegs. Leider konnte er ihm keinen guten Rat mit auf den Weg geben, und so beschränkte er sich auf's Zuhören. Aber der Regenhauch führte seine Gedanken nicht weiter aus, sondern schlug ihm einen Spaziergang vor. Arland hatte nichts einzuwenden, und erhob sich daher auch gleich, um eine Richtung vorzugeben. Eine, die sie weg führte von Fenryn und Sekirei, damit Jharims Gedanken nicht wieder in Verärgerung versanken.


05.01.2018 09:03 Off          Suchen    Zitat    Beitrag editieren    IP
Ain't No Rest for the Wicked
Gefährtin
Tochter
Sohn
Schwester
Bruder
Schwester
Kasatka GESCHLECHT RANG ALTER GRÖßE GEWICHT BEITRÄGE REGDATE
Rüde Fremder 3 Jahre 110 cm 95 Kg
32
27.04.2015
Aeshatyr

Dass er den anderen Rüden mit seiner Aussage gekränkt haben könnte, kam Kasatka überhaupt nicht in den Sinn – wieso denn auch? Der Junge hatte eine Frage gestellt, auf die er so neutral wie möglich geantwortet hatte. Für seine Verhältnisse war er seines Erachtens sogar noch ausgesprochen optimistisch und höflich geblieben. Er hatte nicht geflucht, nicht geknurrt und lediglich seinen (zugegeben überaus pragmatischen) Standpunkt klargemacht. Demnach überraschte ihn die heftige Reaktion des Jüngeren und seine Ohren schnippten kurzzeitig zurück, ehe er das Nachtfell musterte, als hätte er eine fremde Sprache gesprochen.

„Natürlich ist ein Rudel kein Ding“ Obwohl er sich darum bemühte geduldig zu bleiben, klang jetzt ein unzufriedener Unterton aus seinen Worten heraus. „Aber ich habe eine Familie, die ich schützen muss und da gibt es nur zwei Kategorien – gefährlich und ungefährlich – vollkommen egal, ob es um einen Stein, einen Requisten oder ein ganzes Rudel und ihr Revier geht“

Es frustrierte ihn, seine Worte vor dem Burschen zu rechtfertigen. Es war doch schon anstrengend genug seinen eigenen Welpen die Welt zu erklären. Wieso hatte das niemand mit diesem hier gemacht?! Wahrscheinlich lag es tatsächlich daran, dass er jung und unerfahren war.

„Wenn du einmal Welpen hast, wirst du das sicher verstehen“

Damit würde sich das Thema ja dann wohl hoffentlich erledigt haben. Sicher konnte man das ganze auch noch philosophisch betrachten, aber ganz sicher nicht mit ihm. Er hatte allein in diesem Gespräch schon mehr geredet, als in den letzten Tagen zusammen. Um so genervter lauschte er den Worten des Plüschigen und konnte sich gerade so noch zusammen reißen, nicht mit den Augen zu rollen. Konnte ihm denn niemand in diesem Rudel eine normale Antwort geben? Wieso sprachen hier alle in Rätseln oder Gegenfragen?! Das Prinzip war doch eigentlich ganz einfach. Auf eine simple Frage gab man eine simple Antwort. Das konnte doch nicht so schwer sein.

„Mag sein, aber so etwas ist mir auch noch nie untergekommen“, brummte er schließlich zurück. „Bei uns waren die Toten tot und sind auch tot geblieben. Also weiß ich nicht, was ich von der ganzen Sache halten soll“

Weshalb er ja versuchte, Meinungen aus dem Rudel zu sammeln. Aber scheinbar wussten die Requisten hier einfach auch nicht, wie sie damit umzugehen hatten. Zumindest schien es auch hier nicht zum Alltag zu gehören, dass Verschollene einfach so wieder auftauchten. Ob das nun aber gut oder schlecht war, vermochte selbst Kasatka nicht zu sagen. Wahrscheinlich würde er sich Arland wirklich einfach selbst ansehen müssen, um sich ein Bild von dem Geisterwolf zu machen. Das letzte Mal war er ihm ja recht harmlos erschienen, aber der Schein trog ja bekanntlich.

„Wo ist er denn, dieser Arland?“ Mit unzufriedener Miene begann er sich suchend umzusehen und erhob sich, womit er den Jüngeren – wenn auch nur kaum – wieder überragte. Er würde die Zeit einfach nutzen und sich genau jetzt ein Bild von dem Weißen machen. Auch wenn er von dem wahrscheinlich auch keine präzisen Antworten auf seine Fragen bekommen würde…

05.01.2018 16:28 Off    Email       Suchen    Zitat    Beitrag editieren    IP
Where there's beauty beyond your dreams
Take my hand
Vater
Mutter
Schwester
Onkel
Cousin
Cousin
Jharim GESCHLECHT RANG ALTER GRÖßE GEWICHT BEITRÄGE REGDATE
Rüde Mitglied 3 Jahre 96 cm 70 kg
69
13.09.2013
Waldrand
Arland
folgt Arland

Als sich Arland erhob, nickte Jharim dankend und tat es ihm gleich. Noch ein Blick lang kreisten seine Gedanken um seine Schwester, ehe er sich von ihnen Löste und Arland folge, der bereits einen Weg eingeschlagen hatte. Es war ihm recht, dass er viel ältere den Weg wählte, denn schließlich empfand er ihn als weit Ranghöher und da er dazu noch älter war hatte er mehr Ahnung von den Dingen hier.

Zuerst folgte er, dann trabten seine Pfoten an und ließen ihn an Arlands Seite eilen. Nur kurz berührte sein Fang das Fell des anderen ehe der Blick nach vorne viel. Jharim wollte nicht mehr an all die Dinge denken, die geschehen waren oder noch würden, denn die Aussichten waren nicht gerade schön, wie der Fuchs erzählte. Doch die traute Zweisamkeit und die Stille ließen die Gedanken in dem steten Trott dahingleiten.

“Gab es je eine Zeit in deinem Leben, in dem die Beute so knapp war wie heute?“

fragte er nun, ehrlich besorgt denn die kleinen Falten auf der Stirn waren wieder zu sehen. Arland war viel älter als er und lebte ebenso länger hier als er. Also konnte wohl derzeit ehr es am besten beantwortet. Sein Vater wird es nicht gutheißen, aber er war nicht hier. Chetan hatte in letzter Zeit so viel mehr zu tun, dass sich die Wege irgendwie… verloren haben. Auch seine Mutter war viel unterwegs. Jharim ließ den Gedanken nicht los, dass seine Familie nun auseinander viel. Sie waren nicht mehr so eng beisammen wie Kilarny und Phelan oder Airin und Kasatka. War das nur, wenn die Welpen noch kleiner waren? Arland und seine Gefährtin sah er auch kaum aneinander.
Was die Zeit nur mit einem machte, dachte er wehmütig und betrachtete die Gegend vor sich.
In ganzer Hoffnung, dass er nicht auch noch seine Schwester verlor, lag ein Ohr wachsam auf Arland um seine Reaktion nicht zu verpassen. Immerhin konnte er nur mit dem Körper sprechen.

09.01.2018 08:51 Off    Email    Homepage    Suchen    Zitat    Beitrag editieren    IP
Gefährtin
Sohn
Tochter
Neffe
Neffe
Chetan GESCHLECHT RANG ALTER GRÖßE GEWICHT BEITRÄGE REGDATE
Rüde Mitglied 10 Jahre 108 cm 92 kg
42
05.09.2013
Waldrand
Arland, Jharim

Krallen schabten Halt suchend über glitschigen Fels, kaltes Wasser plätscherte über die großen Pfoten, als Chetan sich halb in den kleinen Waldbach stellte, um den Kopf zum Trinken zu senken. Sein Körper fühlte sich müde und schwer von der Wanderung an, die er hinter sich hatte. Ein leiser Hunger plagte ihn. Doch mehr noch als das Verlangen, sich einen kleinen Happen zu erjagen – wenn er denn einen ausfindig machen konnte – zog ihn der Wunsch, nach Motomo zu sehen, zurück zum Rudelplatz. Wie immer hatte der alte Regenhauch wenig geschlafen, war schon vor dem Morgengrauen auf einen Spaziergang aufgebrochen und hatte doch nur das gleiche vorgefunden, wie immer: Nichts. Zumindest keine Antworten. Es war still geworden um das düstere Moor im Süden. Und im Rudel von Diemnar. Zu viel, um das sich jeder einzelne still für sich Gedanken machte. Selbstzweifel, Trauer, Ängste. Und er war sich nicht sicher, ob es die Wölfe auseinander trieb – oder zusammenrücken ließ.
Mit einem leisen Brummen hielt der Rüde im Trinken inne, richtete den Blick auf das verschwommene Spiegelbild des Wolfes, der ihm aus dem Bachlauf entgegen starrte. Er hatte viel darüber nachgedacht, was hinter ihnen lag und war sich längst in einem Punkt sicher. Er wollte Antworten. Er war es leid, zuzusehen, wie in manchen Köpfen der Gedanke Gestalt annahm, Diemnar zu verlassen. Wie sie Familienmitglieder verloren und warteten, dass... irgendetwas geschah. Und er würde sich diese Antworten irgendwie beschaffen. Allein. Damit niemand in Gefahr geriet.

Ferne Wortfetzen rissen ihn abrupt aus seinen Gedanken. Wortfetzen, die der Wind ihm zwischen die Bäume des Waldes trug. Was gesagt wurde, verstand der alternde Regenhauch nicht. Doch die wohlvertraute Stimme seines Sohnes erkannte er ohne Zweifel.
Chetan hob langsam das Haupt, drehte die dunkel geränderten Ohren nach vorn und die buschige Rute verfiel in ein sanftes, grüßendes Schlenkern. Obgleich er heraus gehört hatte, dass der Dreijährige sich noch weit von ihm entfernt befand.
Zunächst sah er nichts, also durchquerte er den Bach und ließ ihn einige Schritte hinter sich, bis er den jüngeren Regenhauch schließlich durch die Baumstämme hindurch erkennen konnte. Doch als er bemerkte, welcher Wolf Jharim Gesellschaft leistete, erstarrte er. Sein Rücken versteifte sich, das dichte Löwenfell im Nacken richtete sich auf und in einem stummen Knurren zog der große Rüde die Lefzen zurück, entblößte die gelblichen Fangzähne.
Arland.

Sein erster Impuls drängte ihn nach vorn, drängte ihn, sich zwischen sie zu stellen. Aber etwas hielt ihn zurück. Etwas, das er plötzlich sah, obwohl er es nicht sehen wollte. Der Geisterfang saß stumm wie immer im Gras, lauschte den Worten, die Chetan nicht hören konnte. Mal nickte er, mal schüttelte er den Kopf, kommunizierte mit dem wenigen, was ihm zur Verfügung stand. Und in Jharims Blick lag etwas Friedliches. Ruhe. Er sprach offener mit dem Raureif, als er es in letzter Zeit mit seinem Vater getan hatte. Und Arland brachte ihm wohl auch weit mehr Verständnis entgegen, als es sein Vater tat.
Ganz von selbst entspannten sich seine Lefzen, schmiegte sich das gesträubte Fell wieder an seinen Nacken. Der Habicht schloss einen Moment lang die Augen und stieß ein lautloses Seufzen aus. Als er sie wieder öffnete und sein Blick zurück auf die beiden Wölfe fiel, hatten sich beide erhoben und in Bewegung gesetzt. Etwa in seine Richtung.
Der Regenhauch hielt inne, körperlich wie gedanklich. Er hätte nun umdrehen und die beiden in Ruhe lassen können, aber ein anderer Gedanke hinderte ihn daran. Ein Gedanke, über den er sich selbst wunderte. Zum Einen, weil er wohl abwegiger nicht sein konnte und zum Anderen, weil er nicht viel früher darauf gekommen war, es zu versuchen. Gerade er.
Zögernd setzte Chetan sich wieder in Bewegung, steuerte den Waldrand auf Höhe der beiden Weggefährten an. Arland und Jharim würden ihn mit Sicherheit bemerken, lange bevor er die Bäume hinter sich gelassen hatte. Doch bis auf die steifen Schritte und die sichtbar aufgerichtete Körperhaltung hielt er sich mit Drohgebärden dieses Mal zurück. Er blieb lediglich wachsam, beobachtete vor allem den Geisterfang, als er gut sichtbar zwischen den lichter stehenden Bäumen anhielt.


14.01.2018 19:52 Off          Suchen    Zitat    Beitrag editieren    IP
» Oh sweet leaf
Has your time come?
«
Tochter
Enkel
Enkelin
Nichte
Neffe
Nichte
Motomo GESCHLECHT RANG ALTER GRÖßE GEWICHT BEITRÄGE REGDATE
Rüde Mitglied 11 Jahre 106 cm 92 kg
48
15.04.2013
Venari

Motomo betrachtete seine Tochter nicht lange, sondern wandte seinen Kopf bald wieder nach vorne. Da war etwas in ihrem Blick, dem er einfach ausweichen wollte. Wenn selbst Venari, naiv und lieb und wunderbar, nicht mehr vollkommen in ihrer sorglosen Natur aufgehen konnte, dann erinnerte ihn das umso mehr daran, dass die Dinge nicht waren, wie sie sein sollten.
Er lehnte sich einfach seitlich in ihre Berührung hinein und stierte vor sich hin, während seine Tochter noch ein paar Worte sprach, die an niemanden gerichtet zu sein schienen. Jedenfalls nicht an ihn.
Manchmal, wenn er sich Mühe gab, konnte er Venaris zusammenhangsloses Geplapper sogar mit den fehlenden Puzzleteilen füllen und ihre Gedankengänge nachvollziehen. Er kannte sie schließlich gut genug. Aber heute fühlte sich das Denken zu schwer an. Die Gedanken da in seinem Kopf, die waren alle viel zu schwer.
Seine Ohren klappten unwillkürlich zurück, als Venari ihn darum bat, ihr eine Geschichte zu erzählen. Das war per se nichts Ungewöhnliches. Sie liebte Geschichten und für gewöhnlich liebte Motomo es genau so sehr, ihr allesmögliche zu erzählen. Aber heute, jetzt, da fühlte sich die simple Bitte nach einer Aufforderung an, die zu schwierig für ihn war. Eine schöne Geschichte sollte es sein. Er kramte in seinem Gedächtnis herum und fand nur Bruchstücke von Geschichten, die sich nicht zusammensetzen ließen. Nicht zu einer Geschichte, die einfach nur schön war. Motomo öffnete den Fang und suchte nach Worten, während seine Tochter ihm noch verschwörerisch versicherte, dass auch niemand außer ihr zuhörte, aber es kamen keine. Seine Gedanken drehten sich um Nacht und Dämmerung, aber er konnte keine Geschichte daraus stricken, die schön war. Nicht Venari-schön. Letztendlich schloss das Nachtfell seine Schnauze wieder und zwang sich zu einem Lächeln, während er seiner Tochter das Gesicht zuwandte.

„Hmm … Wie wäre es, wenn wir heute mal die Rollen tauschen und du erzählst mir eine Geschichte?“

Sein Lächeln wurde etwas schiefer.

„Ich glaube, ich könnte eine schöne Geschichte gebrauchen.“



15.01.2018 11:20 Off    Email       Suchen    Zitat    Beitrag editieren    IP
My head's a hurricane; it moves in waves
A perfect storm that keeps me wide awake
Mutter
Onkel
Tante
Bruder
Cousin
Cousine
Cousine
Cousine
Aeshatyr GESCHLECHT RANG ALTER GRÖßE GEWICHT BEITRÄGE REGDATE
Rüde Mitglied 2 Jahre 103 cm 81 kg
77
01.09.2013
Kasatka

Kasatka verwandelte sich zusehend in eine Dynamitstange, es fehlte lediglich ein Funke bis es knallte. Und Aeshatyr möchte ungerne dieser Funken sein. Als er noch jünger war, vor dem Tod seines Vaters, da hätte er bis zum Schluss argumentiert und gekämpft, egal ob er richtig lag oder nicht. Hauptsache er gewann die Diskussion. Heute war er schlauer. Der Rüde vor ihm würde nicht nachlassen. Aeshatyr schätzte ihn als einen hitzköpfigen und verbissenen Wolf ein, der sich, wenn etwas von seinen Vorstellungen abweicht, schnell in einen „sturen Bock“ verwandelt, der dann jegliche Kritik abwehrt. Und so schien es auch jetzt zu sein. Dem Älteren gingen die Argumente aus, er versuchte nicht mehr zu überzeugen, sondern griff nach dem einen Satz, den alle Eltern sagen, um entweder ihr Verhalten oder das ihrer Welpen zu verteidigen. Und so nickte der Jüngere und ließ dabei offen, ob er Kasatka Recht gab oder es einfach nur aus Beschwichtigung tat. Am liebsten würde er sich entfernen, wollte den Dunklen aber auch nicht so offensichtlich wegstoßen. Immerhin wollte jeder Neuling ein Gefühl von Dazugehörigkeit erhalten, selbst so ein Griesgram wie Kasatka.

Seine nächsten Worte beschrieben haargenau die Gedanken Aeshatyrs. Wenn er an Arland dachte, so tauchte vor seinen Augen ein riesiges Fragezeichen auf und der Versuch, das Gewirr in seinem Kopf zu ordnen, blieb erfolglos. Arland wurde für tot erklärt. Dass er sich jetzt wieder auf der gleichen Erde bewegte, wie der Jungspund selbst, brachten seine ganzen Weltvorstellungen durcheinander. Und doch war da diese winzige Hoffnung, und Aeshatyr wusste, dass es total unmöglich und albern war; Dass sein Vater sich auch von den Toten erhebt und wieder die gleiche Luft wie sie alle einatmen dürfte. Wunschdenken.
Als Kasatka sein Vorhaben laut aussprach, schnappte Aeshatyr empört nach Luft und folgte sogleich dem Blick des Dunklen. Er konnte unmöglich zulassen, dass dieser Kotzbrocken alleine mit Arland sprach. Auch, wenn er sich mit den Geschehnissen rund um seinen Tod und seiner Auferstehen unsicher war, so galt es nicht für den Wolf selbst. Und er musste unbedingt verhindern, dass Kasatka ihn zur Schnecke machte, nur um seine Neugierde zu stillen. Denn irgendwie fühlte er sich für die Taten des Großen verantwortlich, gerade weil er ihm keine zufriedenstellende Antwort gegeben hat, die sein Vorhaben verhindert hätten. „Ich weiß nicht wo er ist. Aber wir können ihn suchen. Er wird nicht alleine sein,“ sprach der Rüde und legte dabei besondere Betonung auf wir, um ihm verstehen zu geben, dass er auf jeden Fall dabei sein würde. Ob Arland allerdings Gesellschaft hatte, das wusste er nicht. Aber einen Versuch Kasatka umzustimmen konnte nicht schaden.

*We are the warriors

In youth, you lay, awake at night and scheme Of all the things that you would change, But it was just a dream! The time will come, when you'll have to rise Above the best, and prove yourself, Your spirit never dies!Farewell, I've gone, to take my throne Above, don't weep for me Cause this will be the labor of my love

15.01.2018 14:37 Off    Email       Suchen    Zitat    Beitrag editieren    IP
all my heroes are dead and gone
but they're inside of me, they still live on
Schwester
Nichte
Neffe
Onkel
Tante
Onkel
Inyen GESCHLECHT RANG ALTER GRÖßE GEWICHT BEITRÄGE REGDATE
Rüde Mitglied 4 Jahre 105 cm 87 kg
69
21.05.2013
Waldrand
Talvi

„Manchmal kommt es eben anders als wir denken.“, sprach er und zuckte unbekümmert mit einem seiner Ohren.

Sie war nicht die erste Wölfin, die in einem Dornenbusch steckte und würde auch nicht die letzte Wölfin sein. Vor allem vor ihm gab es keinen Grund, weshalb es ihr peinlich sein musste. Spätestens morgen hatte er diesen Zwischenfall längst wieder vergessen. Er war niemand, der andere aufzog – besonders dann nicht, wenn er ohnehin zur Genüge mit sich selbst beschäftigt war. Wie sehr seine Aussage in ihre aktuelle Situation passte, war ihm gar nicht bewusst. Er hatte es mehr als beiläufigen Versuch genutzt, das Thema beiseite zu schieben und dafür zu sorgen, dass auch sie sich nicht weiter den Kopf darüber zerbrach. Inyen blickte nun wirklich nicht hämisch oder schadenfroh drein. Seine Mimik war neutral, vielleicht ein wenig abwesend, was wohl oder übel an der Schwebe in seinen eigenen Gedanken lag. Er tat sich schwer, sich auf irgendetwas zu konzentrieren. Ein ernstes Gespräch suchte man bei ihm wohl momentan vergebens – ob nun, weil er dazu nicht klar genug denken konnte oder wollte blieb offen.

Ihre Gegenfrage wollte er hingegen als rein rhetorisch auffassen, weshalb er sie kurzerhand belächelte. Dass sie das Lächeln allerdings nicht erwiderte, sondern weiterhin abwartend in seine Richtung sah, ließ ihn nervös mit den Ohren zucken und den Blick schließlich abwenden. Ihm kam der Wechsel sehr gelegen, selbst wenn es sich um ein eigentlich ziemlich ernstes Thema handelte. Bei ihnen schien es aber recht schnell wieder in einer Witzelei zu enden, auf die der Nordwind eigentlich gar nicht aus gewesen war.

„So bleiben sie wenigstens fit.“, entgegnete er mit ernster Stimme und neigte den Kopf leicht zur Seite. „Vielleicht sollten wir schon mal anfangen, zu trainieren.“

In seinem Inneren stieg kindlicher Trotz auf, den er allerdings herunterschluckte. Vielleicht hatten sie gar nicht mehr so viel Zeit, bis ihnen wirklich die Beute ausging und sie Hunger leiden mussten. Spätestens, wenn es auch den letzten Nager erreicht hätte, dass die Wölfe das Moor mieden, würden sie alle verschwunden sein und fernab des Sumpfes ein wolffreies Leben führen und sie? - Sie würden sich dabei erwischen, wie hinter dem Bergpass jagten, obwohl sie Monate zuvor noch darüber gelacht hatten. Vielleicht wusste Talvi mehr, immerhin bezweifelte Inyen nicht, dass sich vor allem Nhimri mit dem Problem auseinander setzte. Er war selbst Schuld, dass er nicht auf dem neusten Stand war, legte allerdings auch nicht sonderlich viel wert darauf, das jetzt zu ändern. Irgendetwas würde passieren müssen – was es war, würde er erfahren, wenn es wichtig wurde. Ach, er verfluchte seine Unlust und seinen Schwermut, doch um etwas daran zu ändern, fehlte ihm schlicht die Methode. Er seufzte und suchte nach einem Weg, das Thema abermals zu ändern. Als ihm allerdings bewusst wurde, dass es dann bereits das Dritte war, was sie in dieser kurzen Zeit anschnitten, musste er sich eingestehen, dass er zur Zeit wohl einfach ein schlechter Gesprächspartner war.

„Solange hier noch Hasen herum springen, müssen wir noch nicht ganz so schlimm am Hungertuch nagen.“, lenkte er schließlich mit einem 'wird-schon-werden'-Ton ein und schüttelte sich. „Ich wollte dich übrigens von nichts abhalten.“

Er wusste, dass er furchtbar sein musste und Talvi sollte nicht das Gefühl haben, dass er es ihr übel nehmen würde, wenn sie nun ihren Weg durch die Dornen fortsetzte, statt ihm Beistand zu leisten. Er kam schon zurecht.

„Geht es Miska gut?“

Eine letzte Frage, die nebenbei dazu diente, die Sorge Talvis auf die umzulenken, um die sie sich wirklich sorgen sollten. Mit Kelayas Tod war auch die Endlichkeit der übrigen Altwölfe wieder präsenter – ganz unabhängig von all dem Unheil, das sie zur Zeit heimsuchte.

i'll be by your side until the end
If one of us fall the other will soon be following.
This world is on fire, we need to go. Run for your life, my love. Run and you don't give up all that you are, all that you want. I will be close behind. Run for your life right now and if you don't know how - I’ll come back with you and take all that’s true and leave all that's burned behind. How can they think that any of this was easy with all the friends we've lost along the way?---------------------------------------------------

15.01.2018 21:04 Off          Suchen    Zitat    Beitrag editieren    IP
Seiten (3): « vorherige 1 2 [3]
Neues Thema        Antworten    

Powered by Burning Board Lite 1.0.2 © 2001-2004 WoltLab GmbH
Story, Species "Requist", Artwork and Graphics
by Kiba Telay